In einemLeserbrief in einer Tageszeitung mit dem Titel: „Das Nulldefizit- eine gefährliche Drohung!“ wurde auf das Problem mit den Schulden bzw. den Zinsen hingewiesen. Einfach gesagt: Mehr Schulden bedeutet mehr Geld im Umlauf, weniger Schulden heißt weniger Geld im Umlauf. Noch einfacher gesagt; es ist nie genug Geld vorhanden, um die Schulden zu bezahlen. Die Schulden wachsen exponentiell, d. h. sie wachsen ungebremst und die Bedienung nur der Zinsen setzt immerwährendes und immer höher werdendes Wirtschaftswachstum voraus. Um zu wissen, dass das nicht funktioniert, braucht man nicht Wirtschaftswissenschaft zu studieren. Ein einfaches Beispiel, die wachsenden Schulden zu erklären, ist die Anekdote mit dem Schachbrett und den Reiskörnern. Auf das erste Feld des Schachbrettes 1 Reiskorn, auf das zweite Feld 4, auf das dritte Feld 8, auf das vierte Feld 16 Reiskörner usw. Zinsen und Schulden können also ungebremst ansteigen. Für die Wirtschaft ist das absolut unrealistisch und somit ist dieses System zum Scheitern verurteilt und es kracht auch immer wieder zusammen bzw. machen Staaten immer wieder pleite.

Im Leserbrief ist aber auch die – allerdings nur theoretische – Lösung angedeutet. Wenn der Staat Geld benötigt, beauftragt er die Notenbank, das Geld zu drucken/ zu prägen. Der Staat darf es sich aber nicht von der Notenbank ausborgen, sondern gegen Zinsen von Geschäftsbanken, die es sich gegen Zinsen von der Notenbank besorgen. Ein teurer Umweg für den Staat, um an neues Geld zu kommen. Würde der Staat die Notenbank (Zentralbank) verstaatlichen, hätte er Vollmacht über das Geld, könnte sich Geld auf direktem Weg besorgen, ohne Zinsen dafür bezahlen zu müssen. In der Theorie. In der Praxis schaut es so aus: Die Länder mit verstaatlichter Notenbank werden mit jedem Krieg weniger. Waren es laut einer Webseite im Jahr 2000 noch acht, auf die eine alte Bankerfamilie noch keinen Einfluss hatte, waren es im vorigen Jahr nur mehr vier. In Afghanistan, Irak, Sudan und Libyen hat diese Bankerfamilie anscheinend mittlerweile Einfluss auf die Notenbank. Vor ein paar Jahren hat in Ungarn der Regierungschef Orban laut über eine Verstaatlichung der Notenbank nachgedacht.Ein paar Tage später ruderte er erschrocken zurück; es war nicht so gedacht, er sei missverstanden worden. Auch Südafrikas Regierung überlegte eine Verstaatlichung der Notenbank und auch sie ließ diesen Plan schnell wieder fallen. Es scheint, als wäre das ein gefährliches Vorhaben.

Nur noch vier Länder ohne…

Das Geldsystem verursacht…

Der Leserbrief

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