Manchmal hat man den Eindruck, dass die Politiker der westlichen Welt sich vor Jahren einmal unterhielten und dann beschlossen: „Lasst uns ein Spiel spielen, bei dem die Bürger unserer Staaten immer die Verlierer sind. Lasst uns den Leuten alles Mögliche und Unmögliche erzählen und versprechen und lasst uns Spaß dabei haben zu sehen wie sie alles glauben und meinen, sie hätten Einfluss auf die Politik. Sollen sie doch wählen gehen und eine neue Regierung beklatschen; sie sollen trotzdem und weiterhin die Verlierer sein“.

Ja, so könnte es gewesen sein. So kommt es einem nach Wahlen und mit neuen Regierungen immer öfter vor; egal wohin man blickt. Die Leute werden mit Hilfe aller möglichen Medien, und es gibt mittlerweile die verschiedensten Medien, manipuliert und „zurechtgebogen“. Es wird ihnen vorgekaut, was gut und was böse zu sein hat. Sie werden müde gemacht im täglichen Existenzkampf und wenn das nicht reicht, sollen sie abgelenkt werden durch die „sozialen Medien“, durch minder intelligente , niveaulose Fernsehserien, durch Sport; egal ob aktiv oder passiv. Wenn jemand nicht mit Arbeit beschäftigt ist, muss Freizeitbeschäftigung zur Ablenkung dienen. Das selbständige Denken soll dadurch eingeschränkt werden. Kritik wird mittels der politischen Korrektheit unterdrückt und da hat sich in den letzten Jahren viel angesammelt, was unterdrückt und totgeschwiegen wurde. Ja, die politische Korrektheit ist die einfachste Methode, Zensur auszuüben, ohne dass es einen Aufschrei gibt. So soll die Meinungsäußerung abgestellt werden. Zumindest, wenn sie nicht im Sinne der Politik ist. Mit zunehmender Kontrolle und Überwachung, „wegen der Sicherheit“, lässt sich auch sehr viel steuern. Dafür wurden Begriffe und Straftatbestände wie „Verhetzung“ oder „Hate speech“ und ähnliche geschaffen. es reicht heute schon, etwas sagen zu wollen, um vor dem Richter zu landen. Man braucht nichts mehr zu sagen. Es steht z. T. die Wahrheit unter Strafandrohung, wenn sie nicht politisch korrekt ist. Diese Entwicklung ist über Grenzen hinweg zu beobachten und es scheint, als ginge die Politik überall nach dem gleichen Regiebuch vor. Nur; von wem kommt das Regiebuch, was hat die Politik vor? Warum sollen die Leute nicht mehr frei denken, warum sollen/ dürfen gewisse Themen nicht mehr angesprochen werden?

Dass selbständiges Denken für die Politik schädlich sein kann, wusste schon Stalin. Er sagte dazu: „Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu tragen. Warum sollen wir ihnen erlauben, zu denken?“ Und zur Politik sagte der ehemalige deutsche Außenminister Joseph „Joschka“ Fischer: „Wenn die Mehrheiten sich verändern, mag es eine andere Koalition geben. Aber es wird keine andere Politik geben. Dazu steht zu viel auf dem Spiel. Das wissen alle Beteiligten“.

Also sind wir wieder am Anfang: Die Bürger müssen die Verlierer sein, da es keine andere Politik geben wird. Und was auf dem Spiel steht, wissen nur die beteiligten Politiker und nicht die Verlierer.

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