Schon seit längerer Zeit hört man immer wieder von zunehmendem Antisemitismus in Europa. Von Frankreich war auch schon zu vernehmen, dass sich Franzosen jüdischen Glaubens in den letzten Jahren einer zunehmenden Bedrohung ausgesetzt sahen und viele Juden Frankreich den Rücken kehrten, nach Israel auswanderten. Das begann verstärkt im Jahr 2012 nach einem islamistischen Attentat an einer jüdischen Schule in Toulouse, aber es mag vielleicht auch damit zusammenhängen, dass Anfang 2015, nach islamistischen Terroranschlägen in Kopenhagen und in Frankreich, israelische Politiker ihre jüdischen Glaubensbrüder in Europa zur Auswanderung nach Israel aufriefen. Tatsache ist, dass die Juden (aber nicht nur Juden) ganz besonders in Frankreich um ihr Leben fürchten müssen, denn die meisten islamistischen Terroranschläge Europas wurden in Frankreich verübt. Das letzte traurige Beispiel ist der Fall einer 85- jährigen Holocaust- Überlebenden, die jetzt in Paris durch Messerstiche getötet wurde. Als Täter wurden ein islamischer Nachbar, den die alte Frau schon seit seiner Kindheit kannte, und ein Mittäter festgenommen. Der junge Nachbar wurde von der alten Frau bei der Polizei angezeigt, weil er ihr drohte, sie zu „verbrennen“. Die Wohnung der Frau wurde nach ihrer Ermordung auch angezündet.

Auch in Österreich wird über zunehmenden Antisemitismus geklagt. Da hört man allerdings weniger von jüdischen Mitbürgern als viel mehr von linken Organisationen und Parteien und es werden keine konkreten Fälle vorgebracht, sondern es wird von antisemitischen Postings und Kommentaren oder von „Liederbuch- Skandalen“ berichtet. Bei solchen Meldungen fehlt so gut wie nie der Hinweis, dass es sich dabei um das Werk von Rechten oder Rechtsextremen oder noch Schlimmeren handeln müsse. Das Thema „Antisemitismus“ wurde auch im ORF bei einer Diskussionssendung anlässlich des Anschlusses 1938 an das Deutsche Reich behandelt und einer der Studiogäste war der österreichische Künstler Arik Brauer, ein Jude. Und dieser Herr Brauer, der als Kind den 2. Weltkrieg in einem Versteck überlebte, sagte etwas, was der linken Gesellschaft und den ehrbaren Kämpfern gegen Rechts die Rede verschlug. Angesprochen auf die Rechten und ihre Aktivitäten, wie z. B. die „Liederbuch- Affäre“, sagte er: „Als Österreicher ist das natürlich zum Kotzen, das ist schädlich für Österreich… Als Jude sage ich ehrlich: Das ist mir ziemlich wurscht… Das ist keine Sache, woraus man ein Problem machen kann“. Unserem liebenswürdigen Ex- Bundespräsidenten Fischer stellte es da die Haare auf. Herr Brauer erklärte dann auch, was heute aus seiner Sicht die echte Gefahr für für jüdische Menschen ist. Es ist die Zuwanderung, sagte er. „Das ist das Problem und das ist die Grundursache für das Aufkommen von rechtem Gedankengut in jeder Hinsicht… Es gibt eine Viertelmilliarde Araber, die wollen uns lieber unter der Erde oder am Grund vom Mittelmeer sehen“.

Der Mord an der alten Frau in Paris hat seine Einschätzung wieder einmal bestätigt. Er hat sich aber mit seiner direkten Äußerung viele Linke zum Gegner gemacht. Die werden ihm nicht verzeihen, dass er die Moslems bzw. Araber als Antisemiten sieht; vor den heimischen Rechten. Herr Brauer hat damit unseren Linken ein Feindbild entschärft und ihre Freunde, die islamischen Zuwanderer, zum „Problem“ erklärt. Dass er recht hat, interessiert die nicht. Bei den islamistisch motivierten Attacken handelt es sich doch nur um „Einzelfälle“ von häufig psychisch angeschlagenen Menschen.

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