Seit Donald Trump die Wahl gewann und US- Präsident wurde, hörte man seine politischen Gegner immer was schreien von Wahlbeeinflussung durch die Russen oder gar Putin persönlich. Außer heißer Luft gab es aber bis jetzt nichts Konkretes. Dann wurde kürzlich Facebook von einem Skandal erschüttert. Es kam ans Licht der Öffentlichkeit, dass über eine britische Kommunikationsfirma die Daten von Millionen von Facebook- Nutzern zum Zweck der gezielten Wahlwerbung weitergegeben wurden; angeblich an die Republikaner von Trump. Das war wohl die so oft vorgebrachte „russische Wahlbeeinflussung“ der US- Präsidentenwahl. Aber vielleicht gehören Facebook und die britische Kommunikationsfirma den Russen und wir wissen es bloß nicht.

Es ist aber nicht nur Facebook in einen Datenskandal und Wahlbeeinflussung verwickelt. Wie jetzt zu lesen ist, werden ähnliche Vorwürfe auch gegen die Deutsche Post erhoben, auch sie soll über eine Tochterfirma im Bundestagswahlkampf im Sommer/ Herbst 2017 Daten an die CDU der Kanzlerin Merkel und an die FDP verkauft haben. Angeblich anonymisierte, aber auf Grund der Menge fast schon personenbezogene Daten. Ob man in dem Fall auch was zu hören bekommen wird von „russischer Wahlbeeinflussung“? Es kommt übrigens fast einem Wunder gleich, dass Österreich von solchen Vorwürfen verschont blieb, wo wir doch eine türkis- blaue Regierung haben und die Blauen erwiesenermaßen bekennende Russlandfreunde sind.

Eine Wahl gab es übrigens in letzter Zeit, bei der zweifellos eine uneingeschränkte russische Einflussnahme bestand. Es war dies die Wahl des russischen Staatspräsidenten. Diese Wahl gewann ja, wie vorhersehbar, wieder Putin mit mehr als 70 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von ebenfalls um die 70 Prozent. Schade nur, dass der Westen da nicht schreien konnte. Das Wahlergebnis war weit weg von den früher üblichen kommunistischen 99,9 Prozent- Ergebnissen und die Wahlbeteiligung war zwar etwa höher als der Durchschnitt im Westen, aber weit weg, um von massivem Betrug reden zu können. Auch geht der Vorwurf vom „Langzeit- Diktator Putin“ ins Leere, da ja für das deutsche Merkel- Regime auch die vierte Amtsperiode angebrochen ist.

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