Seit die Regierung angekündigt hat, in Kindergärten und in der Volksschule per Gesetz ein Kopftuchverbot zu verhängen, gehen die Wogen hoch; die Diskussion darüber wird sehr emotional geführt. Zu dem Thema werden sogar eigene TV- Sendungen abgehalten, in denen Gegner und Befürworter sich nichts schenken. Die eine Seite fordert eine Ausweitung des Verbotes auf alle Schulen und Unis, die andere Seite schreit auf wegen des Verbotes, jammert von Einschränkung der persönlichen Freiheit und der Religionsfreiheit und vermeint sogar, Diskriminierung zu sehen. Gemeinsam ist dem Großteil von Gegnern und Befürwortern nur, dass sie das Kopftuch als religiöses Symbol sehen. Die eine Seite erweckt bewusst diesen falschen Eindruck, die andere Seite weiß es vielleicht nicht besser oder meint, mit diesem Argument besser punkten zu können. Tatsache ist aber, dass in einer ORF- Diskussionssendung im April vergangenen Jahres eine Sprecherin bzw. offizielle Vertreterin der IGGiÖ, der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich klipp und klar sagte, dass das Kopftuch nichts mit dem Islam zu tun hat, es keine religiöse Verpflichtung zum Tragen des Kopftuches gibt. Sie sagte weiters, dass eine Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten, das Tragen des Kopftuches empfiehlt. Eine solche Fatwa wird von einem Mufti, einem offiziellen Erteiler von islamischen Rechtsgutachten, erstellt. Letztens sagte in einer ORF- Sendung ein Islam- und Integrationsexperte, dass das Kopftuch bzw. die verhüllende Kleidung bei Frauen die Frauen selbst, aber auch die Männer schütze. Die Frauen, weil sofort erkennbar ist, dass sie sittsam und keusch und nach den Geboten des Islam leben und die Männer, weil sie sich deswegen an solchen Frauen und Mädchen nicht vergreifen. Eigentlich eine sehr gewagte These. Im Umkehrschluss lässt das nämlich die Vermutung zu, dass islamische Männer, und um die ging es bei diesem Punkt, alle westlich gekleideten Frauen und Mädchen als Freiwild sehen. Man hört ja tatsächlich häufig, dass Frauen und Mädchen von jungen Moslems abfällig als „Schlampen“, als „Nutten“ etc. bezeichnet werden. Dieses Verhalten lässt den Schluss zu, dass diese Männer ihr Verhalten und ihre Triebe nicht im Griff haben.

Über die angeführten Beweggründe, als Muslima ein Kopftuch zu tragen, könnten Bücher geschrieben werden. Von Zeichen der religiösen Einstellung über Zwang durch männliche Familienangehörige und dem Festhalten an Traditionen ihrer Herkunftsländer bis zum Wunsch junger Mädchen, es den erwachsenen Frauen nachzumachen, wird da alles Denkbare ins Treffen geführt. Ein Punkt wird aber nie angesprochen, von keiner Seite. Nämlich der, dass die islamischen Kopftuch- Frauen damit zum Ausdruck bringen wollen, dass sie nicht zu uns gehören und auch nicht zu uns gehören wollen. Dass sie anders sind, dass sie sich nicht anpassen wollen. Das ändert aber nichts daran, dass durch das Tolerieren des Kopftuches bei jungen, islamischen Mädchen der extreme Islamismus gefördert wird und die gesellschaftliche Entwicklung dann in die Richtung geht, die in europäischen Großstädten schon zu Problemen geführt hat, die kaum mehr zu beheben sind. Eines dieser Probleme offenbarte sich jetzt in Belgien. Dort fordert eine politische islamische Partei allen Ernstes eine Trennung von Frauen und Männern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Einer solchen Entwicklung vorzubeugen, ist ein Gebot der Stunde. Der zunehmende Einfluss des politischen Islam gehört gestoppt und ein Kopftuchverbot zur Verhinderung einer Parallelgesellschaft ist dazu ein kleiner Schritt. Vielleicht könnte auch eine von der Regierung angeforderte Fatwa zu einem Kopftuchverbot für junge Mädchen und Schülerinnen zu einer Verbesserung der Situation beitragen. Falls ein Mufti sich von Ungläubigen dazu überreden ließe.

Zu diesem Thema habe ich hier schon vor mehr als einem Jahr geschrieben.

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