Kaum hatte man geglaubt, dass sich die Situation mit den Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten etwas entspannt, wird man mit einigen Meldungen wieder in die Realität zurückgeholt. Der EU- „Massenmigrations- Kommissar“ Avramopoulos drängt z. B. auf ein Ende der „gnädigerweise“ genehmigten, befristeten Grenzkontrollen. Das drohende Ende von Grenzkontrollen betrifft aber nicht nur Österreich, sondern auch Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden und das Schengen- Land Norwegen und die Genehmigung läuft am 12. Mai aus. Ob und wenn ja, für welches Land diese Genehmigung um sechs Monate verlängert wird, ist noch nicht bekannt. Avramopoulos will solchen Kontrollen jedenfalls „nicht für immer“ zustimmen, denn er sieht die Reisefreiheit und das Gefühl der Zusammengehörigkeit in der EU in Gefahr. Innenminister Kickl sieht das allerdings anders. Aus seiner Sicht sind Kontrollen weiterhin notwendig und viele Österreicher stimmen ihm da zu. Denen ist Sicherheit im Land wichtiger als die nie gefährdete Reisefreiheit. Es macht auch wenig Unterschied, ob ich wegen einer Grenzkontrolle einmal stehe oder wegen zu vieler Autos Richtung Grenze. Und um die Kontrollen überflüssig zu machen, müsste die EU die Außengrenzen ausreichend sichern, um illegale Grenzübertritte von „Flüchtlingen“ unterbinden zu können. Das ist aber nicht im Sinne von Avramopoulos. Er faselt zwar was von der Einführung biometrischer Personalausweise für EU- Bürger, aber die schützen nachweislich nicht vor illegaler Zuwanderung. Im Sinne von Avramopoulos ist hingegen die Meldung, dass die EU ein Umsiedlungsprogramm für angeblich besonders schutzbedürftige Flüchtlinge startet. Bis 2019, also heuer noch, sollen mindestens 50.000 Migranten (also plötzlich keine Flüchtlinge mehr) aus dem Nahen Osten und Afrika in die EU gebracht werden. Also per Abholung auf direktem Weg und ohne „Zwischenhändler“ in Form von Schleusern und Schleppern. Die EU- Kommission wird also immer dreister und unverschämter. Da Deutschland bzw. Merkel zugesagt hat, weitere 10.000 Flüchtlinge bzw. Migranten aufzunehmen, gibt es dafür dickes Lob von Avramopoulos und vom UN- Flüchtlingshochkommissariat. Dass für die Aufnahme die internationale Solidarität beschworen wird, gehört dazu. Dass sich die Visegrad- Staaten in keiner Weise zur Aufnahme von Umsiedlern verpflichtet fühlen. gehört eigentlich auch dazu. Apropos Umsiedler. Dafür wurde in Deutschland ein neues Wortungetüm kreiert, nämlich „Umsiedlungsflüchtling“ Dazu ist eine interessante Definition zu lesen: „Ein Flüchtling flüchtet vor Zuständen, die ihm Angst machen… Ein Umsiedlungsflüchtling wäre also nicht etwa einer, der sich umsiedeln lässt, sondern einer, der vor der Umsiedlung flüchtet, weil er vor der Umsiedlung Angst hat“. Aber der Wortbestandteil „Flüchtling“ soll halt Mitleid erwecken.

Avramopoulos will also Grenzkontrollen wieder beenden. Und er hat den „Direkt- Import“ von Flüchtlingen und Wohlstandssuchenden durchgedrückt. Die Zuwanderung wird also wieder angekurbelt und das trotz der gefühlten oder auch realen sich verschlechternden Sicherheitslage. Längst sind ja auch Schüler zur Zielgruppe von bewaffneten Raubüberfällen geworden, wobei auch die Täter häufig noch Schüler sind. Speziell Deutschland hat zudem ein massives Problem mit zunehmendem Antisemitismus. Jüngster medialer Höhepunkt ist, wie in Berlin ein junger Moslem mit seinem Gürtel einen Kippa- tragenden Israeli verprügelte und beschimpfte. Der Täter war wohl eines der von Martin Schulz so hochgelobten „Goldstücke“. Und dieser Täter ist kein Einzelfall. Was Avramopoulos nicht bedacht hat oder ihm, was näherliegend ist, völlig egal ist, ist folgende Tatsache: Viele überlebende, aber durch die syrischen Siege „arbeitslos“ gewordenen Söldner und Terroristen sind jetzt in der syrischen Region Idlib, wo sie entweder auf neue Aufträge warten oder sich auf den Weg nach Europa machen.

Wenn die bescheidenen Kontrollen der EU- Binnengrenzen wieder abgeschafft werden sollen und die EU- Außengrenzen weiterhin löchrig bleiben, kann man erahnen, was die EU- Kommission und verschiedene mächtige Interessengruppen wie z. B. die UNO im Schilde führen.

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