Darüber, dass die USA, Großbritannien und Frankreich in Syrien drei Anlagen mit Raketen beschossen haben, ist schon genug berichtet worden. Es soll sich dabei um Forschungs-, Produktions- und Lagerstätten für chemische Waffen der syrischen Armee gehandelt haben und der Raketenangriff wurde der Weltöffentlichkeit als Vergeltungsschlag für einen angeblichen Giftgasangriff der syrischen Armee gegen sogenannte „Rebellen“ und Zivilisten in Gouta verkauft. Wobei es sich bei diesem Vergeltungsschlag , wie man da und dort nachlesen kann, um eine Pleiten- Pech- und Pannen- Aktion handelte. Es ist, aber darüber wurde auch schon genug diskutiert und geschrieben, ja gar nicht sicher, ob es diesen Giftgasangriff überhaupt gab und wenn ja, ob er nicht eventuell von den „Rebellen“ ausgeführt wurde. Die Weißhelme konnten auch keine Opfer präsentieren, wie es sonst ihre Art ist und befragten Bewohnern war nichts bekannt von einer Gasattacke und auch Ärzte wussten nichts von Patienten mit Symptomen von Giftgas. Man sah auf Videoaufnahmen nur, wie Weißhelme Zivilisten, meist Kinder, mit Wasser abspülten. Auch bei der Zerstörung der angeblichen Produktions- und Lagerstätten dürften keine chemischen Kampfstoffe freigesetzt worden sein, denn bei Aufnahmen kurz nach der Zerstörung war niemand mit Gasmasken zu sehen. Aber vielleicht kommen die Spezialisten von OPCW zu einer Klärung. Es wird übrigens behauptet, dass eines der drei zerstörten Ziele ein Krebsforschungslabor für Medikamente war, die sie wegen der Sanktionen selbst entwickeln.

Trump, May und Macron erklärten jedenfalls mit stolzgeschwellter Brust, dass der Vergeltungsschlag ein voller Erfolg und wegen der Schwere des Verbrechens der syrischen Armee unbedingt notwendig und moralisch gerechtfertigt war. Von vielen Regierungen wurde der Angriff auch gutgeheißen und befürwortet. Die deutsche Kanzlerin Merkel z. B. sagte dazu: „Der Militäreinsatz war erforderlich und angemessen, …“ Obwohl er ohne UN- Mandat erfolgte. In Deutschland hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages ein Gutachten zu dem Angriff erstellt. Darin heißt es unter anderem: „Der Einsatz militärischer Gewalt gegen einen Staat, um die Verletzung einer internationalen Konvention durch diesen Staat zu ahnden, stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar“. Es heißt darin aber auch, dass der Luftangriff „grundsätzlich unzulässig“ und eine „bewaffnete Repressalie im humanitären Gewand“ war. Deutliche Worte in dem Gutachten. Demnach wären Trump, May und Macron eigentlich Kriegsverbrecher und die Befürworter dieses unzulässigen Angriffs um keinen Deut besser.

So bedenklich der Angriff auch war, gibt es dazu auch eine unglaubliche Geschichte; fast zum Schmunzeln, aber jedenfalls zum Staunen. In einem CNN- Video ist eine Reporterin zu sehen, die nach dem Bombenangriff den fehlenden Beweis für den syrischen Chemiewaffenangriff präsentiert; zumindest aus ihrer Sicht. Sie riecht an einem Rucksack und sagt dann: „Es gibt da definitiv etwas, das beißend riecht“. Richtig todesmutig im Dienste der Wahrheit.

Wissenschaftlicher Dienst…

CNN präsentiert den Beweis…

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