In letzter Zeit waren aus allen möglichen Ecken versöhnliche Töne bezüglich Syrien zu vernehmen. Es müsste jetzt schleunigst und ernsthaft über Frieden gesprochen werden, die Konfliktparteien müssten wieder verhandeln. Die Flüchtlingsströme müssten gestoppt werden, Flüchtlinge sollten wieder zurückkehren können in ihre syrische Heimat. Da meinte man doch tatsächlich, bei einigen Politikern hätte die Vernunft gegen Kriegstreiberei gewonnen. Man hatte den Eindruck, westliche Politiker hätten eingesehen, dass sie in Syrien militärisch nicht (mehr) gewinnen können. Sie sorgen zwar dafür, dass der Krieg weitergeht, aber im Grund haben sie schon verloren. Selbst der vor Kurzem durchgeführte „Vergeltungsschlag“ von USA, Frankreich und Großbritannien war eine militärische Pleite. Ganz abgesehen davon, dass er widerrechtlich war. US- Präsident Trump sprach zwar erst kürzlich davon, seine Soldaten aus Syrien abzuziehen. Er überlegte es sich aber wieder anders und verschob das auf später. Dafür bauen die USA illegale Militärstützpunkte in Syrien. Auch andere Staaten denken nicht daran, ihre im Geheimen operierenden Sondereinheiten abzuziehen. Es wird zwar immer wieder einmal betont, dass niemand an einem Sturz Präsident Assads interessiert sei, aber das ist gelogen wie so vieles andere auch, was man zu Syrien hört. Es interessiert keinen der westlichen Politiker, dass Assad der rechtmäßig gewählte Präsident ist und dass er nach wie vor einen großen Teil der syrischen Bevölkerung hinter sich hat. Sein „Verbrechen“ war und ist, dass er auf westliche Forderungen nicht einging und auch, so wie es aussieht, in Zukunft nicht eingehen wird. Wie sagte doch der ehemalige US- Präsident Obama einmal: „Wir müssen Gewalt anwenden, wenn Länder nicht das machen, was wir wollen“. deswegen geht der Krieg weiter, deswegen werden weiterhin von westlichen Regierungen sogenannte „Rebellen“ und „Oppositionskräfte“ und auch Terrorgruppen und die „Weißhelme“ mit Waffen und Millionen unterstützt.

Die EU hat jetzt im Fall Syrien ihr wahres Gesicht gezeigt. Die EU- Außenbeauftragte Mogherini hat Russland und den Iran davor gewarnt, weiter an Präsident Assad festzuhalten und ihn zu unterstützen und drohte: „Die Europäische Union und die internationale Gemeinschaft werden sich nur dann am Wiederaufbau Syriens beteiligen, wenn es einen politischen Prozess unter Schirmherrschaft der UNO gibt“. Die UNO soll also die Schirmherrschaft übernehmen. Genau diese UNO, die die völkerrechtswidrigen Raketenangriffe auf Syrien kommentarlos hinnahm und höchstens über die Not der Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens jammert. Genau diese UNO, die absolut nichts gegen Massenmigration nach Europa hat. Von der Peter Scholl- Latour sagte: „Die UNO taugt nur als Instrument amerikanischer Politik“. Zur Brüsseler Konferenz ist von der EU die syrische Regierung nicht eingeladen worden. Es soll also in Abwesenheit von Vertretern Syriens über die Zukunft Syriens verhandelt werden. Die EU setzt sich zwar mit sogenannten „Oppositionskräften“ an den Verhandlungstisch, aber nicht mit Vertretern der rechtmäßigen Regierung.

Wozu auch; die muss doch weg.

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