Täglich kann man über Straftaten von Asylwerbern oder anerkannten Flüchtlingen lesen, von Abschiebungen gerade solcher Leute hört man allerdings wenig bis gar nichts. Anfang Mai kam es auch wieder einmal, also nicht zum ersten Mal, zu einem Tötungsdelikt durch einen Asylwerber. So nach und nach kommt jetzt die Vergangenheit des Verdächtigen ans Tageslicht. Der Nigerianer, der in dringendem Verdacht steht, einen anderen Asylwerber mit einem Meißel getötet zu haben, kam mit der „Flüchtlings“- Welle 2015/ 2016 nach Österreich. Wann genau, lässt sich anscheinend nicht feststellen. Die Staatsgewalt hat ja damals nicht mehr existiert. Ob der Name des Verdächtigen stimmt, ist nicht sicher. Sicher ist hingegen, dass er in Gerichtsakten mit zwei verschiedenen Geburtsdaten existiert. Zuerst war es 1993 und dann, bei einem Gerichtstermin, war es plötzlich 1998. Diese „Verjüngung“ wirkt sich vor Gericht positiv aus. Immerhin startete der Herr eine zweifelhafte Karriere als Drogenhändler und brachte es im Laufe der Zeit auf mehrere Anklagen. Er hatte, wie zu lesen ist, „eine gute juristische Beratung genossen“. Nach der Haft neuer Asylantrag, Einspruch nach negativem Bescheid, Vermeidung von Schubhaft.

Bei diesem Mord stellen sich wieder, wie bei anderen Fällen, die gleichen Fragen, auf die niemand antwortet. Wie kann es sein, dass zwei verschiedene Geburtsdaten des Täters in den Akten existieren? Warum wird keine medizinische Altersfeststellung vorgenommen? Es geht ja nicht um eine Differenz von ein paar Wochen, sondern um 5 Jahre. Und auch das angegebene Alter muss nicht stimmen. Es gibt genug bekannte Fälle von „jugendlichen“ Mittzwanzigern. Der Mann (nicht Jugendlicher!) war auf Grund mehrerer Strafverfahren amtsbekannt. Wer waren seine Unterstützer und Rechtsberater, warum werden die nicht wegen Mittäterschaft belangt? Immerhin ist es dieser edel gesinnten Clique zu verdanken, dass er immer noch in Österreich war, immer noch frei herumlief und letztendlich jemanden umbrachte. Um es korrekt zu sagen: Er wird verdächtigt, jemanden umgebracht zu haben. Wieder einmal wird von Behördenversagen gesprochen. Dieses Behördenversagen begann aber schon 2015, als an der Grenze der Staat aufhörte zu existieren. In diesem Fall sind es aber auch und ganz besonders die Behörden und Beamten, die diesen jetzt Mordverdächtigen als „Klienten“ hatten. Die Fragen gehen aber weiter. Wer sind z. B: jene Leute in Österreich, die über Asylanträge entscheiden? Österreich ist EU- weit im Spitzenfeld, was die Ausstellung positiver Asylbescheide betrifft. Ist das nicht ein bemerkenswertes Phänomen? Der mutmaßliche Täter kommt aus Nigeria; das Mordopfer kommt, genau so wie sein Bruder, aus Bangladesch. Liegen da überhaupt Gründe für Asyl vor? Und warum werden trotz vollmundiger Versprechen aus der Politik straffällig gewordene und rechtskräftig verurteilte Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge nicht umgehend abgeschoben? Und warum wird Leuten aus ruhigen Entwicklungsländern, d. h. es gibt dort keine kriegerischen Aktivitäten, das Recht auf einen Asylantrag und womöglich sogar auf eine positive Entscheidung zugestanden? Zwingt uns etwa jemand, solche Leute auf Dauer zu versorgen?

Viele Fragen, aber keine Antworten.


 

Übrigens; Sankt Petersburg ist wirklich eine Reise wert! Diese Stadt muss man gesehen haben. Im riesigen Stadtzentrum eine Menge historischer Prunkbauten, schöne orthodoxe Kirchen. Es gibt über 500 Brücken in der Stadt und auf der Newa und auf vielen Kanälen ist reger Betrieb durch Ausflugsboote. In der Stadt werden viele Bauten restauriert und wieder auf Hochglanz gebracht. Bietet die Stadt selbst schon mehr als ein volles Programm, darf natürlich auf den alten Zarensitz, das Schloß Peterhof, das „Versailles Russlands“, nicht vergessen werden.

Ja, und bemerkenswert ist auch, dass sich Russen über die Gerüchte amüsieren, die im Westen über Putin verbreitet werden, wie z. B. über jenes, dass Putin angeblich ein Privatvermögen von, je nach Gerücht, bis zu 40 Milliarden Dollar besitzen soll. Kein Gerücht dürfte aber sein, dass immer mehr deutschsprachige Gruppen auf russische soziale Medien ausweichen. Dort haben sie nicht die Probleme mit Löschungen und Sperren wie in Deutschland oder Österreich oder sonst wo. Und man erfährt dort auch, was der vom Westen bejubelte Präsident Michail Gorbatschow den Russen angetan hat.

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