Es ist wieder einmal so weit: Die Bilderberger- Konferenz wird abgehalten. Dieses geheimnisumwitterte, „informelle, nicht- offizielle, Treffen von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Politik, Militär, Medien, Hochschulen, Hochadel und Geheimdiensten, bei denen Gedanken über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen ausgetauscht werden …“ So kann man es auf Wikipedia nachlesen. Abgehalten wird es heuer vom 7. 6. bis 10. 6. in Turin, Italien. Viele Leute sehen in diesem Treffen aber nicht einen harmlosen Meinungsaustausch von grossteils einflussreichen Persönlichkeiten oder einfach ein privates Treffen, dessen gewaltige Kosten für die Sicherheit der Teilnehmer aber der Staat zu tragen hat. Viele Leute sind überzeugt, dass bei diesen Treffen Politiker „gemacht“ werden und Geschichte beeinflusst wird. Österreich ist dieses Mal, wie man nachlesen kann, wieder mit vier Personen vertreten: Mit der Kabinettsdirektorin von Bundespräsident Van der Bellen, Andrea Ecker, mit der Ex- Ministerin Pamela Rendi- Wagner, mit dem „Bilderberger- Dauergast“ Rudolf Scholten, der ja Mitglied im Exekutivkomitee der Bilderberger ist, und mit dem Medien- Giganten Gerhard Zeiler. Und wenn man das Gerücht glaubt, dass bei dem Treffen Politiker „gemacht“ werden, dann könnte man auf die Idee kommen, dass Rendi- Wagner in absehbarer Zeit von Ex- Kanzler Kern die SPÖ übernimmt und Kabinettsdirektorin Andrea Ecker entweder als Kulturministerin oder als nächste Bundespräsidentin in Stellung gebracht werden könnte.

Der Tagungsort für dieses Treffen wird ja wegen der umfangreichen Vorbereitungen schon lange vorher fixiert, aber dass das heurige Treffen in Italien stattfindet, dürfte trotzdem kein Zufall sein. Italien hat jetzt mit Müh und Not eine Regierung zusammen gebracht, von der Brüssel alles andere als begeistert ist. Italien ist nach rechts gedriftet. Italien ist politisch instabil und finanziell schwer angeschlagen und all das war vorhersehbar bzw. schon lange bekannt. Es gab auch Gerüchte über einen Euro- Austritt und auch von einem Austritt aus der EU, dem Beispiel der Briten folgend. Auch Ankündigungen der neuen Regierung tragen nicht dazu bei, EU- Fanatiker, Transatlantiker und Globalisten zu beruhigen. Man kann aber ziemlich sicher sein, dass auch die italienische Regierung in Kürze ein EU- freundliches Programm fahren wird und sich alles wieder beruhigt. Bis auf die Finanzmärkte vielleicht. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird noch heuer tatsächlich eine große Flüchtlingswelle über die EU hereinbrechen.

Aber das alles hat sicherlich nichts mit den Bilderbergern zu tun.

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