US- Präsident Trump hat jetzt Ärger am Hals wegen seiner Familienstiftung. Er wurde, gemeinsam mit seinen drei ältesten Kindern, vom Staat New York wegen der mutmaßlichen illegalen Verwendung von Geldern der Stiftung für persönliche Zwecke verklagt. Die Staatsanwaltschaft macht eine große Sache draus, Trump hingegen sieht in der Anklage ein politisches Manöver seiner Gegner aus den Reihen der Demokraten. Trump und seinen Kindern wird vorgeworfen, mit der Stiftung sogenannte Eigengeschäfte betrieben zu haben und Trumps Präsidentschaftswahlkampf mit Stiftungsgeldern finanziert zu haben. Eine Staatsanwältin sagte auch: „Die Trump- Foundation war wenig mehr als ein Scheckbuch für Zahlungen von Herrn Trump oder seinen Unternehmen an gemeinnützige Organisationen, unabhängig von deren Zweck oder Rechtmäßigkeit“.

Ich habe, so wie die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, keine Ahnung von Stiftungen und deren gesetzlichem Rahmen, weder bei uns noch irgendwo im Ausland. Ich weiß somit auch nicht, ob Zahlungen von Stiftungen an gemeinnützige Organisationen illegal sind oder nicht. Ich weiß aber, dass die Trump- Familie nicht die einzige Familie in den USA ist, die wegen ihrer Stiftung Ärger mit dem Gesetz hat. Der prominenteste Fall neben den Trumps sind die Clintons. Also Ex- US- Präsident Bill und seine Frau, Ex- US- Außenministerin und Ex- Präsidentschaftskandidatin Hillary. Dieses ehrenwerte, im Westen bejubelte Paar, hat ebenfalls eine Stiftung. Dazu heißt es: „Die Clinton- Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, die der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus 2001 gründete“. Es gibt aber auch Artikel, die 1997 als Gründungsjahr nennen.

Im Gegensatz zu den USA ist in Europa so gut wie nichts davon zu hören, dass das FBI sich schon längere Zeit mit der Clinton- Stiftung befasst; während des Wahlkampfes 2016 schafften es die Clintons mit Unterstützung Obamas, dass diese eingestellt wurden. Der Vorwurf lautete damals schon, die Familienstiftung sei ein Netzwerk der Korruption. Im Herbst 2016 befasste sich ein Wall Street- Analyst mit der Clinton- Stiftung und fand u. a. heraus, dass ein erheblicher Teil der Spenden für die Stiftung der Clinton- Familie als Boni überwiesen wurden, was den Verdacht für Schmiergeld- Zahlungen nahe legte. Der Analyst schreibt, die Stiftung verfolge keine gemeinnützigen Zwecke, wie behauptet, sondern sei ein „Mammut- Spendenbetrug“. Die Stiftung habe kein Anrecht auf Steuerbefreiung wie andere NGO´s. Im Grunde müssten die meisten Zahlungen als Einkünfte der Clintons versteuert werden, weil die „Spenden“ … direkt in die Taschen der Clintons gewandert seien. Im Jänner hat das US- Justizministerium mitgeteilt, dass eine neue Untersuchung auch der Clinton Foundation eingeleitet wurde. Da geht es auch um Reisekosten seit 2003 in der sagenhaften Größenordnung von 50 Millionen Dollar. Wegen der Clinton- Stiftung kam auch die deutsche Regierung in Nöte. Es wurde nämlich bekannt, dass im Sommer 2016 bis zu 5 Millionen Dollar überwiesen wurden und eine deutsche Zeitung fragte, ob Merkel mit dieser Spende den US- Wahlkampf zu Gunsten von Hillary Clinton beeinflussen wollte. Auch Österreich hat mit der Clinton- Foundation zu tun. Der Reinerlös des bejubelten Life- Balls in Wien oder anderer Veranstaltungen wie z. B. des „Red Ribbon Celebration Concert“ geht an die Clinton Foundation oder deren Ableger.

Wenn man also weiß, wie es bei anderen Promis und Wohltätern mit ihren Stiftungen zugeht, dann braucht sich Trump, zumindest im Fall seiner Stiftung, wohl keine großen Sorgen machen.

Analyst untersucht Clinton- Stiftung

Die Clinton- Stiftung …

Advertisements