Es ist noch gar nicht so lange her, Anfang März war das, da ging eine Schockwelle um die Welt. Die britische Regierung behauptete, die Russen hätten in Großbritannien einen ehemaligen russischen Doppelspion und seine Tochter mit Nowitschok , einem der giftigsten und gefährlichsten militärischen Kampfstoffe überhaupt, vergiftet. Das war der „Fall Skripal“. Es gab zwar keine eindeutigen Beweise gegen die Russen, aber lautstarke Behauptungen und in der Folge wurden in vielen Ländern insgesamt weit über 100 russische Diplomaten ausgewiesen. Das löste natürlich eine Gegenreaktion aus, die Russen wiesen die gleiche Anzahl an Diplomaten aus. Es stellte sich dann heraus, aber das wurde nicht so laut in die Welt hinausposaunt, dass dieser chemische Kampfstoff auch im Westen hergestellt wurde; z. B. auch in Tschechien und dass auch die Deutschen etwas von dem Zeug in ihren Labors hatten oder noch haben. Ja, und dann geschah ein Wunder und der russisch- britische Doppelspion und seine Tochter wurden wieder gesund. Leider ist es nicht möglich, sie zu dem angeblichen oder tatsächlichen Giftanschlag zu befragen, denn die britische Regierung hat die Beiden „in Sicherheit gebracht“, sie sind aus der Öffentlichkeit verschwunden. Übrigens gibt es in der Nähe von Salisbury, in Porton Down, wo der angebliche oder tatsächliche Giftanschlag der Russen stattfand, ein Chemiewaffenlabor der britischen Armee.

Jetzt gibt es in Großbritannien, nicht weit entfernt von Salisbury, den nächsten Vorfall mit Nowitschok. Dieses Mal wurden ein Mann und eine Frau vergiftet oder haben sich unbewusst selbst vergiftet. Dieses Mal ist es aber schlimmer, denn die Frau ist verstorben und der Mann ist mittlerweile wieder aus dem Koma erwacht, schwebt aber weiter in Lebensgefahr. Kein Mensch weiß bisher, auf welche Weise und wo die Beiden mit dem Gift in Kontakt kamen. Bei den Giftopfern handelt es sich um Obdachlose, die auch Mülltonnen durchsuchten. Deshalb wird vermutet, dass sie auf diese Weise mit dem Gift in Kontakt kamen. Die Bevölkerung wurde inzwischen gewarnt; es kann nicht garantiert werden, dass nicht noch jemand mit dem Gift in Berührung kommt.

Ja, verdammt noch einmal, liegt denn diese militärische Chemiewaffe bei den Briten auf der Straße herum, wird denn dieses Gift wie Hausmüll in der Mülltonne entsorgt? Wäre da nicht eine Reisewarnung für das Land oder zumindest für die betroffene Region angebracht angesichts der Gefährlichkeit des Stoffes? Es wird jetzt überprüft, ob es eine Verbindung zum Fall Skripal gibt. Da sind die Briten übrigens noch immer den Beweis schuldig, dass die Russen die Täter waren.

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