Der Auftritt des EU- Kommissions- Präsidenten Juncker beim NATO- Gipfel vor ein paar Tagen sorgt weiterhin für hitzige Diskussionen. Krank oder schlicht und einfach betrunken, lautet die alles bewegende Frage. Die offizielle Erklärung von einem „akuten Krampf“ oder Problemen mit dem Ischias- Nerv auf Grund eines lange zurückliegenden Unfalls kostet Medizinern ein müdes Lächeln. Die Verteidiger Junckers, und das sind in seinem Umfeld gar nicht so Wenige, fallen jetzt rasend vor Wut über jene her, die sich kein Blatt vor den Mund nehmen und das öffentlich sagen, was sie sich denken oder was sie auch wissen. Besonders betroffen sind jene, die dann auch noch aus dem „falschen“ politischen Lager kommen. Das sieht man momentan ja ganz krass am „Fall Vilimsky“. Der kommt ja von der FPÖ. Und dass Juncker ein „Schluckspecht“ ist, ist ja eigentlich kein Geheimnis und nichts Neues. Eine Zeitung berichtete einmal, dass Juncker während eines Interviews mehrere Gläser Champagner trank. Anfang 2014 sagte der damalige Eurogruppen- Chef, der Niederländer Jeroen Dijsselbloem, in einer Talkshow über Juncker, dass er [Juncker] „ein verstockter Raucher und Trinker“ sei. Die österreichische Ex- Finanzministerin Fekter äußerte sich einmal „uncharmant“ über ein angebliches Nierenleiden Junckers und auch ein altes Video vom EU- Gipfel in Riga im Jahr 2015 lässt viel Raum für Spekulationen.

Ein alter Kalenderspruch: „Jeder sieht, wenn ich besoffen bin, aber keiner sieht, wenn ich Durst habe.“

 

Advertisements