Dr. Wallentin hat mit seinem letzten Artikel in der Sonntags- „Krone“ wieder einmal einen Volltreffer gelandet. In seinem Artikel: „Wenn Afrika seine Jugend verliert“ zeigt er nämlich ein bisher kaum angesprochenes oder angedachtes Problem auf, von dem eigentlich nicht nur Afrika, sondern auch Europa betroffen ist und er lässt da katholische Bischöfe aus Afrika zu Wort kommen. Er zitiert Kardinal Turkson aus Ghana, der schon vor mehr als einem Jahr sagte: „Mildtätigkeit ist keine Lösung“. Eine österreichische Zeitung schrieb damals in einem Kommentar dazu: „Daraus spricht nicht vatikanische Hartherzigkeit, sondern Erfahrung und Vernunft. Der anhaltende Ausreisestrom habe für die Herkunftsländer der Migration schwere soziale und wirtschaftliche Folgen. Afrika könne die demographische Ausblutung nicht länger verkraften und „Europa kann die Menschen nicht mehr integrieren““.

Genau so ist es. Afrikanische Länder verlieren die Generation der Jungen. Genau genommen die der jungen Männer; die machen ja fast 80 Prozent der jungen Migranten aus. Und die unterentwickelten Länder Afrikas brauchen gut ausgebildete junge Leute notwendiger als Europa. Und dass Europa diese jungen Menschen, diese jungen Männer nicht mehr integrieren kann bzw. dass diese sich nicht integrieren wollen, das sieht und liest und hört man jeden Tag. Der Kardinal sagte auch, früher einmal mag Europa so reich gewesen sein, dass es viele Migranten aufnehmen hätte können, aber diese Zeiten sind vorbei und ein Migrationsforscher meint: „Wir können die Probleme Afrikas nicht lösen, indem wir Afrika entvölkern und die Leute nach Europa holen…“ Das sollen sich Europas Pfarrer und Bischöfe, die Märchenerzähler, Tagträumer und Realitätsverweigerer unter den Politikern und die traumwandelnden Gutmenschen einmal durch den Kopf gehen lassen. Auch der afrikanische Kardinal Sarah ist gegen die Massenmigration von Afrika nach Europa. Er warnte im Oktober 2017 auf einer Konferenz in Polen davor, dass die „Ideologie des liberalen Individualismus“ eine Vermischung fördere, welche die natürlichen Grenzen der Heimatländer und Kulturen auflösen wolle und auf eine „post- nationale und eindimensionale Welt“ abziele, in der nur Konsum und Produktion zählen würde. Genau das ist es aber, was Europas Politiker anstreben. Der erste Vizepräsident der EU- Kommission, Frans Timmermans, forderte schon vor mehr als zwei Jahren die Mitglieder des EU- Parlaments auf, dafür zu sorgen, dass monokulturelle Staaten verschwinden und die Umsetzung der „multikulturellen Vielfalt“ weltweit zu beschleunigen. Und dass nur mehr Produktion und Konsum und BIP zählt und das Um und Auf ist, erzählen uns die Masse der Politiker und Wirtschaftsleute fast täglich aufs Neue. Kardinal Sarah sagte aber auch: „… Das bedeutet aber nicht, dass sich die europäischen Länder durch Masseneinwanderung verändern müssen“.

Diese afrikanischen Bischöfe sind nicht gewillt, den Untergang der Kirche, die sie repräsentieren und den Ruin jener Länder, die sie vertreten, durch geduldete oder geförderte Massenmigration zu unterstützen. Und diese Bischöfe sprechen die Probleme an, die in Afrika und auch in Europa durch die Massenmigration entstehen; klar und schonungslos. Auch wenn das Vielen nicht in den Plan passt.

Dr. Wallentins Artikel:

Ein alter Artikel zu dem Thema von mir:

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