Jahrelang haben Hilfsorganisationen wie z. B. die Caritas in Österreich (und auch anderswo) Flüchtlinge betreut, umsorgt, sie informiert, ihnen Rechtsbeistand geboten etc. und sie haben dafür vom Staat gutes Geld bekommen und sie haben ihr System ausgeweitet, sind gewachsen, haben noch mehr Flüchtlinge betreut, umsorgt, sie informiert, ihnen Rechtsbeistand geboten usw. und haben vom Staat noch mehr gutes Geld dafür bekommen. Dass Flüchtlinge schon lange eine bessere Rechtsberatung haben als der Durchschnitt der Einheimischen, sei an dieser Stelle auch einmal gesagt. Dass da für einen womöglich traumatisierten unbegleiteten minderjährigen Flüchtling, dessen Minderjährigkeit womöglich begründet anzuzweifeln ist, der Staat etwa das Doppelte an Geld lockermacht als für einen einheimischen Pflegefall mit der höchsten Pflegestufe, nämlich Stufe 7, ist ein nicht ergründbares Geheimnis des Sozialstaates, aber auf jeden Fall ein gutes Geschäft für die Organisationen, welche sich um die jungen, unbegleiteten Flüchtlinge kümmern. Ja, und fast hätte ich darauf vergessen; auch sogenannte Staranwälte dürften Nutznießer dieses Systems sein. Wenn heute ein Asylwerber oder anerkannter Flüchtling vor Gericht steht, wird er relativ häufig von einem öffentlich gut bekannten Rechtsanwalt verteidigt. Da er kein vom Gericht bestimmter Pflichtverteidiger ist, der dafür nur eine sehr bescheidene Gage bekommt und auch nicht unentgeltlich arbeiten wird und der Klient offiziell mittellos ist, braucht man vermutlich nicht lange zu rätseln, wer die Honorarnote begleicht: Es wird wohl der Steuerzahler sein.

Jetzt ziehen aber dunkle Wolken am Horizont auf. Die Regierung hat vor, die Flüchtlingsbetreuung in staatliche Hand zu nehmen. Ein Desaster für die NGO´s! Es kommt aber noch schlimmer; die Zahl der ankommenden Flüchtlinge ist momentan stark rückläufig und das soll, wenn es nach der Regierung geht, zumindest so weitergehen. Einige Staaten, darunter Österreich, wollen nämlich den ungehinderten und unkontrollierten Zuzug von Flüchtlingen, speziell aus Afrika, zum Erliegen bringen. Diese Pläne sind für NGO´s fast ein Todesstoß, bricht ihnen doch dadurch der gewinnbringendste Geschäftszweig weg. Um das irgendwie zu verhindern, haben jetzt laut „Presse“ Anmesty International, Ärzte ohne Grenzen, Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz und Volkshilfe an die Regierung gewandt. Sie appellieren an die Regierung, Verantwortung für den Flüchtlingsschutz in Österreich und in Europa zu übernehmen. Da heißt es z. B.: „Wir wenden uns gegen die Zurückweisung von schutzsuchenden Menschen an der europäischen Grenze… Wir fordern eine solidarische Annahme von Schutzsuchenden in der EU statt nationaler Abschottung… Wir fordern die Einhaltung des Verbots, Menschen der Folter und unmenschlicher Behandlung auszusetzen… Wir fordern die Rettung von Menschen im Mittelmeer und ihre Ausschiffung in den nächsten europäischen Hafen“ usw. Da hört man fast panische Angst heraus, das Geschäft zu verlieren.

Sie fordern schlicht und einfach, dass das Flüchtlingsgeschäft nicht beschnitten werden darf, dass das Geschäft weiter blühen soll. Ein Mitarbeiter einer dieser appellierenden Organisationen verstieg sich sogar zu der Forderung, dass jeder, der Schutz sucht, egal aus welchem Grund, aufgenommen werden muss. Wenn es nach diesem Mitarbeiter geht, hat auch derjenige Anspruch auf Schutz bei uns, der in seinem Heimatland wegen einer Schandtat von der Polizei gesucht und verfolgt wird.

Vielleicht könnte der Herr einmal einen Arzt konsultieren.

 

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