Aber nicht in unserer Wurst, sondern um koscheres Fleisch. Genau genommen um die Feststellung, wer koscheres Fleisch kauft bzw. wie groß der Bedarf davon ist – und genau da steckt der Teufel im Detail bzw. wird das wieder einmal zu einem Politikum aufgeblasen und es wird wieder einmal zur Treibjagd auf einen FPÖ- Politiker geblasen. Ungerechtfertigt, wie belegt ist, weil der den Wirbel ausgelöste Schächtungs- Erlass gemeinsam von Schwarz, Rot und Blau ausgearbeitet wurde. Israelische Medien berichten trotz bekannter Fakten falsch über den Fall und auch der IKG- Präsident geht weiterhin auf den FPÖ- Mann und Österreich los. Auch SPÖ- Chef Kern attackiert wider besseres Wissen, fordert den Rücktritt des FPÖ-lers und malt Gespenster an die Wand.

Bei der ganzen Polit- Streiterei geht fast unter, dass das Problem, sofern eines da ist, weniger beim koscheren Fleisch zu suchen ist, sondern eher beim halal- Fleisch. Es betrifft also weniger, eher gar nicht, die Mitbürger jüdischen Glaubens, sondern die Moslems. Und eventuell irgendwelche Spinner wie z. B. Satanisten, die ihre wirren Ideen beim Schlachten von Tieren ausleben wollen. Hat man je etwas davon gehört, dass jüdische Mitbürger bei rituellen Schlachtungen die gesetzlichen Auflagen nicht eingehalten hätten? Fehlanzeige. Ich jedenfalls könnte mich nicht daran erinnern. Bei Moslems schaut es da ganz anders aus. Da gab es in den letzten Jahren mehrmals Zeitungsberichte über nicht genehmigte, also illegale Schächtungen von Schafen, Rindern und Ziegen in Österreich, meist vor dem Opferfest. Passiert ist es meist gleich am Bauernhof, im Stadel oder nebenan auf der Wiese. Ich lese da in einem alten Artikel: „… Noch auf dem Hof wurden die Tiere geschächtet – allerdings ohne die vorgeschriebene Betäubung nach dem Eröffnen der Blutgefäße. Deshalb setzte es eine Anklage wegen Tierquälerei…“ Die Tiere wurden laut Angabe des Angeklagten mit einer Sure aus dem Koran „beruhigt“. Da lese ich also tatsächlich: „… ohne die vorgeschriebene Betäubung nach dem Eröffnen…“ Was soll da eine Betäubung noch bringen? Warum nicht z. B. eine Kurzzeitbetäubung mit elektrischem Strom vor dem Durchschneiden des Halses? Da das Herz weiterschlägt, würde das betäubte Tier genau so gut ausbluten wie ein unbetäubtes. Dem Tier würden dadurch aber die Schmerzen erspart bleiben. Das wäre im Sinne des Tierschutzes. Allerdings würde dadurch das Problem der illegalen Schächtungen auch nicht gelöst und da sind die Vertreter der Religionsgemeinschaft gefordert, auf ihre Gläubigen einzuwirken.

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