Das UNO- Kommissariat für Flüchtlinge, das UNHCR, hat seinen Bericht „Global Trends 2017“ veröffentlicht. Darin steht, dass weltweit etwa 70 Millionen Menschen auf der Flucht sind.  Auf der Flucht vor Krieg, vor Gewalt, vor Hunger, vor Armut, vielleicht auch vor der Polizei. Etwa 40 Millionen als sogenannte Binnenflüchtlinge, also im eigenen Land, und knapp 30 Millionen im Ausland. Davon sind laut Bericht 3,7 Millionen in die EU gekommen. 3,7 Millionen und der Bericht handelt nur von 2017! Irgendwer muss da lügen, denn die Zahlen, die von den Regierungen verschiedener EU- Staaten bezüglich Asylwerber/Flüchtlinge/ Migranten für das Jahr 2017 bekannt gegeben wurden, ergeben in Summe keine 3,7 Millionen. Vom Gefühl her traue ich persönlich den Zahlen des UNHCR mehr als denen der EU- Staaten inklusive jener Zahlen, die Österreich bekannt gegeben hat. Das UNHCR hat nämlich, im Gegensatz zu Regierungen von EU- Staaten, keine aufgebrachte Bevölkerung und keine drohende Wahlschlappe zu befürchten. Außerdem ist allgemein bekannt, dass die EU- Kommission ja fast um jeden Preis in den nächsten Jahren viele Millionen an Zuwanderern in die EU holen will und die meisten nationalen Regierungen still und heimlich da mitziehen. Welche EU- Staaten sträuben sich konsequent gegen Flüchtlinge/Zuwanderer? Richtig, so gut wie keine. Einzig die Visegrad- Gruppe und neuerdings Italien legen sich etwas quer, aber auch sie betreiben keine konsequente Abschottung und keine strikte Rückweisung. Auch Österreichs von vielen als fremdenfeindlich bezeichnete Regierung gewährt mehrheitlich positive Asylbescheide, schafft es nicht oder will es nicht schaffen, ohne Berechtigung im Land Lebende auszuweisen bzw. abzuschieben und nimmt es hin, dass Gewalt und Gesetzlosigkeit zunimmt. Spanien jammert wegen des Flüchtlingsansturms und fleht deswegen die EU um Hilfe an, die auch gewährt wird. Dass das Problem der Spanier selbst gemacht ist, wird eher nicht erwähnt. Sie nehmen ja die „aus Seenot Geretteten“ von den NGO- Schlepperschiffen auf und sie wollen die Grenzsicherung an der EU- Außengrenze auf afrikanischen Boden abbauen, damit Illegale sie leichter überwinden können. Von den Flüchtlingen, die z. B. im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei sind, werden ja der Großteil in ihre Heimatländer zurückkehren, sobald sich die Lage dort einigermaßen normalisiert hat. Von denen, die in den europäischen Wunsch- Zielländern sind, ist das nicht zu erwarten. Denen geht es hier zu gut, um wieder zurückzugehen. Dass sie bleiben, ist auch im Interesse der EU und des UNHCR und die Meinung der Bevölkerung ist nicht gefragt.

Die meisten Binnenflüchtlinge gibt es in Kolumbien, im Norden Südamerikas, nämlich 7,7 Millionen. Es sind von dort zwar ein paar tausend Kilometer bis zur US- Grenze, aber man kann die US- Amerikaner schon verstehen, dass sie die Grenze zu Mexiko abdichten wollen. Von dort kommen ja nicht nur Mexikaner in die USA, sondern auch viele Flüchtlinge aus mittelamerikanischen Staaten und es sollen nicht auch noch Südamerikaner in großer Zahl kommen. Die USA haben nämlich mit Problemen zu kämpfen, von denen hierzulande kaum was zu hören ist. Dass in vielen Regionen und ganzen Bundesstaaten Englisch schon längst von Spanisch auf den zweiten Platz verdrängt wurde und Spanisch weiterhin von Süden nach Norden immer mehr um sich greift, ist eine Sache. Das ist natürlich die Folge davon, dass die Zugewanderten, die „Hispanics“, und mittlerweile auch deren Kinder in der Mehrheit sind. Eine andere Sache ist, dass in der US- Bevölkerung die Weißen in der Altersgruppe bis 10 Jahren zur Minderheit geworden sind, sie sind unter die 50- Prozent- Marke abgerutscht. Solche Sachen dürften dazu geführt haben, dass die USA unter Präsident Trump den von der UNO ausgehandelten globalen Migrationspakt nicht unterzeichnen werden, weil er nicht mit der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik des Landes vereinbar ist. Mittlerweile hat auch Ungarns Premier Orban aus denselben Gründen bekannt gegeben, den Migrationspakt abzulehnen. Dieser Pakt gibt z. B. Flüchtlingen das Recht, sich ihr Zielland auszusuchen und auch dort erst einen Asylantrag zu stellen, aber es sollen in erster Linie die globalen Migrationsströme, etwa 250 Millionen Menschen, besser gelenkt werden. Das ist das Ziel der UNO. Und dann soll noch wer sagen, Migration habe keinen Einfluss auf die betroffenen Länder.

Diesen Pakt wird auch die angeblich so fremdenfeindliche oder zumindest migrationskritische österreichische Regierung im Dezember in Marokko unterschreiben, denn UN- „General“ Guterres fordert, die Migration als „positives globales Phänomen“ zu sehen. Und die Österreicher sind wie gut erzogene Kinder; sie machen, was verlangt wird.

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