In den letzten paar Jahren wurden in einigen EU- Staaten linke Regierungen abgewählt bzw. ist ein allgemeiner Trend Richtung rechts bei der Bevölkerung festzustellen. Da können auch die teils verzweifelten Bemühungen linker Politiker oder besonders menschenfreundlicher und offener Organisationen nicht darüber hinweg täuschen. Jetzt steht in Schweden die Parlamentswahl unmittelbar bevor und wenn man Umfragen glaubt, (und warum soll man ihnen nicht glauben?) wird auch Schweden einen Schwenk nach rechts machen. Auch in Schweden wird, so wie in anderen Ländern, bei der kommenden Wahl die Migrationskrise der Grund sein, dass die Bevölkerung eine andere Politik und eine andere Regierung will. Ausgerechnet Schweden! Rechts um; wie beim Militär. Seit Jahrzehnten als Zuwanderungsland bekannt und begehrt, mit überdurchschnittlichen Sozialleistungen, tolerant, weltoffen. Gerade deswegen wurde aber Schweden in den letzten Jahren von Asylwerbern überrannt, die sich zu Forderern entwickelten, das Land einer Zerreißprobe aussetzten und die Bevölkerung spalteten. Die Sozialleistungen mussten ja schon zurückgefahren werden, die Kriminalität erreichte nie gekannte Höchstwerte. Die hauptsächlich von Flüchtlingen bewohnten Vorstadtviertel von Großstädten wurden zu absoluten Problemzonen; Bandenkriminalität inklusive Schießereien, Attacken mit Handgranaten und das massenhafte Anzünden von Autos ist dort schon fast alltäglich geworden und Arbeitslosigkeit ist dort beinahe der Normalzustand. Die Politik und die Staatsmedien berichten darüber aber nur mehr, wenn es sich wegen der Größenordnung nicht mehr vermeiden lässt. Offiziell wird auch bestritten, dass es in schwedischen Städten sogenannte „No- Go- Areas“ gibt, in denen sogar Einsatzfahrzeuge damit rechnen müssen, attackiert zu werden. In vielen Teilen des Landes und in vielen Bereichen der Bevölkerung gärt es schon lange. Bis jetzt konnten aber mittels Gesetzgebung, Justiz und Exekutive Zustände wie z. B. jetzt im deutschen Chemnitz verhindert werden. Die Wünsche der Zivilbevölkerung und die Vorstellungen der regierenden Kaste driften immer weiter auseinander, je mehr und je größer die Probleme werden.

Dass solche Zustände der ideale Nährboden für Veränderungen sind, sollte eigentlich allen klar sein; auch und gerade den Politikern. Da half es auch nichts mehr, dass Ministerpräsident Löfven notgedrungen (und gegen seine persönliche Meinung) von Massenabschiebungen illegal im Land lebender Zuwanderer sprach und laut darüber nachdachte, als letzte Möglichkeit im Kampf gegen die Bandenkriminalität auch das Militär einzusetzen. Es dürfte für ihn zu spät sein, von Veränderungen zu sprechen, denn jetzt kommen die Schwedendemokraten. Die zogen 2010 mit etwas mehr als 5 Prozent ins schwedische Parlament ein. Bei der letzten Wahl, 2014, erreichten sie schon fast 13 Prozent und jetzt, vor der nächsten Wahl, stehen sie laut Umfragen bei mehr als 20 Prozent und könnten sogar stärkste Partei werden. Die Sozialdemokraten lagen 2014 bei 31 Prozent, werden jetzt aber herbe Verluste hinnehmen müssen. Es wird befürchtet, dass sie auf einen 100-jährigen Tiefststand absacken könnten. An den Schwedendemokraten, die viele als rechtsradikal sehen, wird nach der Wahl niemand mehr vorbeikommen. Sie haben sich zu einer politischen Größe entwickelt und ihre Regierungsbeteiligung wird sich kaum verhindern lassen. Das angstvolle Zähneklappern im linken Lager in der EU ist nicht nur bis Brüssel zu hören, das hören alle Regierungen. Die rechtsgerichteten Regierungen im allgemeinen und die migrationskritischen Regierungen im besonderen werden sich in ihrer Politik bestätigt fühlen.

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