Heuer im Frühjahr ging eine Wiener Lehrerin und Personalvertreterin mit den Problemen in Wiener Schulen an die Öffentlichkeit. Diese Probleme sind in einem einzigen Wort zu bündeln und das heißt Islam. Genau deswegen war der Aufschrei groß und die Reaktion gleich Null. Jetzt hat diese Lehrerin ein Buch über diese Probleme veröffentlicht und der Aufschrei ist wieder groß. Interviews, Zeitungsartikel und Fernsehdiskussionen zu diesen aufgezeigten Problemen gibt es jetzt zuhauf. Eben war auf Servus TV wieder eine Diskussion, bei der neben der Lehrerin und Autorin unter anderem auch der Bildungsdirektor und Präsident des Stadtschulrates Wien sowie die Leiterin des Schulamtes der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich dabei waren. Sie ist 1989 zum Islam konvertiert. Der Bildungsdirektor ist kein Lehrer mehr, wie er mehrmals betont. Er ist mittlerweile ein Politiker, der mit dem Strom schwimmt. Und die Leiterin des Schulamtes der IGGÖ verteidigt den Islam und redet um den heißen Brei herum und beide zusammen sprechen hauptsächlich von „hätte, sollte, müsste“, produzieren nur heiße Luft. Wenn man den Beiden zuhört und die sparsamen Wortmeldungen aus der Politik zu dem Thema hört, muss man befürchten, dass Wien bzw. Österreich diesen Kulturkampf schon verloren hat. Es wird jetzt zwar viel darüber geredet, aber die notwendigen Reaktionen werden wieder gleich Null sein. Ein bei der TV- Diskussion ebenfalls anwesender Publizist sprach klipp und klar aus, was einer Lösung der Probleme in den Schulen im Weg steht. Er zielte auf die rote Stadtregierung in Wien und sagte sinngemäß: Die Sozialisten haben gegen alles Mögliche gekämpft … Aber wenn es um den Islam geht, dann werfen sie sich auf den Bauch.

Vor Jahren wurden die Probleme nicht als solche wahrgenommen. Dann hat man sie aus Toleranz hingenommen, hat nicht darüber gesprochen und es durfte nicht darüber gesprochen werden. Und heute wird darüber gesprochen, aber noch nicht mehr. An Lösungen traut sich niemand und das kommt einer Selbstaufgabe gleich.

Angeblich war es Aristoteles, der schon erkannte: „Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft“.

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