In Wien haben sechs Asylwerber, die als Schubhäftlinge in einem Polizeianhaltezentrum einsaßen, Feuer gelegt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Häftlinge oder auch Schubhäftlinge ihre Zellen anzünden. Es wird aber jedes Mal versucht, mit der Brandstiftung den Staat zu erpressen. Einmal ist ein Brandstifter mit den Mithäftlingen nicht zufrieden, will zu Landsleuten verlegt werden. Ein anderer ist mit den Haftbedingungen allgemein nicht zufrieden. Wieder ein anderer will damit gegen seine Abschiebung revoltieren. usw. Dieses Mal verfassten die Herren Brandstifter sogar einen Abschiedsbrief; in deutsch übrigens. Mit dem sollte der Eindruck erweckt werden, dass es sich um einen kollektiven Selbstmord handelt, begründet mit Perspektivlosigkeit durch die drohende Abschiebung. Es stellte sich aber schnell heraus, dass dies eine Fehleinschätzung war, dass da eine falsche Spur gelegt worden war. Die Herren „Selbstmordversucher“ hatten sich nämlich, nachdem sie die Zelle in Brand gesteckt und die Zellentür blockiert hatten, in einem Waschraum in Sicherheit gebracht und noch versucht, den Türspalt gegen eindringenden Rauch abzudichten. Da das nicht so richtig funktionierte, musste wohl oder übel einer von ihnen zurück in die Zelle und an die Tür, um Hilfe zu holen. Feuerwehrleute holten die sechs Schubhäftlinge, alle schwer verletzt, aus der Zelle. Wegen der starken Rauchentwicklung musste sogar ein Teil des Anhaltezentrums evakuiert werden.

Diese sechs Schubhäftlinge haben durch ihre bewusste und gewollte Brandstiftung nicht nur massiven Schaden verursacht und sich selbst, sondern auch andere Menschen in Lebensgefahr gebracht. Bei korrekter Vorgangsweise müsste die Liste mit den Anklagepunkten gegen die sechs Brandstifter ziemlich lang sein. Als Laie fällt mir da zum Beispiel ein: Brandstiftung, Sachbeschädigung, Gemeingefährdung, vielleicht Herbeiführung einer Feuersbrunst. Naja, der Staatsanwalt wird schon wissen, was man da in der Anklage alles unterbringen kann. Vielleicht hören sich dann die Erpressungsversuche durch Brandstiftung gegen den Staat einmal auf. Und irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass diese ganze Geschichte wie nach dem „Drehbuch“ einer NGO abgelaufen ist. Das wäre vielleicht auch zu überprüfen. Da wäre dann eine Anklage wegen Anstiftung zu einer strafbaren Handlung fällig.

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