Dass anlässlich einer Feier zum 80er auch ein paar amtierende und ausgediente Präsidenten und Kanzler als Gratulanten antanzen, auch aus dem Ausland, wird Herrn Fischer, den österreichischen Ex- Bundespräsidenten freuen und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Auch wenn es mehr oder weniger ein Staatsakt ist. In Österreich hat man aber schon geraume Zeit den Eindruck, als hätten wir zwei Bundespräsidenten, als wäre Herrn Fischers Amtszeit nie zu Ende gegangen. Da fängt man dann darüber zu grübeln an, ob a) der amtierende Präsident Van der Bellen überlastet ist und Unterstützung in Form des Vorgängers braucht oder b) ob Herr Fischer sich nicht damit abfinden kann, eine Privatperson und sonst nichts, nämlich der Herr Heinz Fischer und nicht mehr, zu sein oder c) ob Herr Fischer so gut und wichtig und nicht zu ersetzen ist, dass ihn die Regierung auf keinen Fall in Pension gehen lassen kann. Dann hätte ihm aber sein Parteigenosse Bruno Kreisky Unrecht getan. Der soll nämlich einmal sinngemäß gesagt haben: „Immer wenn was zu entscheiden war, musste der Heinzi aufs Klo“.

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