In einigen Medien gehen wegen einiger Vorfälle die Wogen richtig hoch. Da ist einmal der „Fall Sigi Maurer“. Diese von den Grünen hinausgeworfene und deshalb momentan politisch ziemlich heimatlose junge Frau bekam vom Besitzer oder Betreiber eines Biershops, an dessen Laden sie des Öfteren vorbei ging, obszöne Postings auf Facebook. Sie klagte den Wirt, der ging frei. Sie veröffentlichte die Postings, die sie erhalten hatte, und wurde vom Wirt verklagt. Und jetzt wurde sie wegen übler Nachrede bzw. Kränkung verurteilt, weil sich nicht nachweisen ließ, von wem die Postings stammten. Und weil sie die Postings ohne Rücksprache mit dem Wirt veröffentlichte. Das kann teuer werden; mindestens 7.000 Euro für Strafe und Kränkung und Gerichtskosten und wer weiß was noch alles. Und, wie gesagt, einige Medien schäumen. Von „Opfer- Täter- Umkehr“ ist die Rede, von „Schandurteil“ wird gesprochen, eine „Ohrfeige für Frauen“ sei dieses Urteil, heißt es. Von einem „Skandal- Urteil“ ist zu lesen und auch der ORF- Wolf schließt sich bei all dem gerne an. Es gibt aber auch noch andere Leute, die da meinen: „Die kleinen Sünden straft der liebe Gott sofort, bei den größeren lässt er sich etwas mehr Zeit“. Dazu könnte einem z. B. der von Frau Maurer gezeigte Stinkefinger mit der einen Hand und dem Sektglas in der anderen Hand anlässlich ihres Parlamentsabschieds einfallen.

In dem Fall spart also auch der ORF nicht mit Kritik am Richterspruch. In einem ORF- internen Fall hingegen herrscht Funkstille beim ORF. Da geht es um den ZIB- Moderator Rafreider. Dieser sogenannte Star- Moderator und Anchorman, der ja einer von den ganz Guten oder sogar von den „Noch Besseren“ ist, ist nämlich gar kein so Guter und keinesfalls ein „Noch Besserer“, wenn das stimmt, was seine mittlerweile Ex behauptet. Die hat ihn nämlich wegen Körperverletzung und Bedrohung angezeigt. Für die ehemals gemeinsame Wohnung setzte es ein Betretungsverbot für den ZIB- Star und er darf auch keinerlei persönlichen Kontakt zu seiner Ex herstellen und wenn so was verhängt wird, muss es schon triftige Gründe dafür geben. Ein Gewalttäter in den eigenen vier Wänden soll er also sein und ein gefährlicher Droher dazu. Na, wer hätte das gedacht von dem selbstgefälligen linken Gutmenschen, der alle mit spür- und sichtbarer Verachtung strafte, die nicht seinem arroganten Weltbild entsprachen und seine Ansichten nicht teilten. In dem Fall ist der ORF jedenfalls „schmähstad“, da schweigt er lieber und beurlaubt seinen Star, damit er weg ist vom Bildschirm.

Auch aus dem Umfeld des ehemaligen Kurzzeit- Kanzlers und Parteivorsitzenden und ebenfalls schon wieder ehemaligen EU- Wahl- Kandidaten Kern gibt es Post vom Gericht. Der ehemalige Berater Kerns, Herr Fußi, musste sich wegen Nötigung vor Gericht verantworten. Es ging da um die völlig aus dem Ruder gelaufene Wahlkampfkampagne der SPÖ mit Tal Silberstein und um die Weitergabe von geheimen Informationen. Fußi schickte da einer Übersetzerin Nachrichten wie z. B.: „Glaub mir, so ein Leben willst du nicht führen … und zerren dich durch die Arena“. Fußi kann erleichtert sein. Der Richter befand: „Keine Nötigung“ und sprach ihn frei. Allerdings noch nicht rechtskräftig.

Es ist aber nicht so, dass in Österreich nur die Linken Ärger haben. Es erwischt auch die andere Seite. Da gab es doch Volksbegehren und da muss man abwarten, was draus wird. Beispielsweise beim „Don´t smoke“- Volksbegehren bezüglich Volksabstimmung.

Advertisements