Seit Jahren eiern die EU- Häuptlinge darauf herum, wie man die Flüchtlinge (oder wie immer man sie nennen will) gerecht auf die EU- Staaten verteilen will und seit Jahren funktioniert das nicht und seit Jahren wird da sinn- und ergebnislos herumgestritten. Der banale Grund dafür ist, dass einige Staaten sich nach Außen zwar als die Guten präsentieren möchten, aber keine Flüchtlinge aufnehmen wollen (der französische Präsident lässt grüßen) und andere Staaten schon überfüllt sind mit Flüchtlingen und deswegen kein Interesse mehr haben, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen und sich damit noch mehr Probleme einzuhandeln und es einige Staaten gibt, in die Flüchtlinge ganz einfach nicht hinwollen bzw. von dort sofort wieder verschwinden. Wie z. B. die baltischen Staaten. Weil es ihnen dort zu kalt ist oder zu eintönig oder zu finster oder weil es schlicht und einfach zu wenig Geld gibt. Oder auch, weil sie dort keine bevorzugte Behandlung genießen.

Jetzt kam Kanzler Kurz mit einem neuen Vorschlag. Er meinte: „Wir wollen jetzt den Weg der Solidarität statt verpflichtender Quoten gehen“. Jeder Staat soll seinen Beitrag leisten. Allerdings, und das muss jedem logisch Denkenden klar sein, kann „dieser Beitrag aber sehr unterschiedlich aussehen“. Das heißt in weiterer Folge: Es wird wegen der unterschiedlichen Beiträge weiter gestritten. Falls es überhaupt so weit kommt, dass der vorgeschlagene Weg der Solidarität eingeschlagen wird. Das ist nämlich gar nicht so sicher, denn die deutsche Kanzlerin Merkel hat sich, aus welchen Gründen auch immer, schon gegen den Vorschlag von Kurz ausgesprochen. Sie meinte, der Vorstoß des Kanzlers sei „ein bisschen zu einfach“. Verständlich. Sie möchte ja weiterhin alle hereinlassen nach Europa, aber sie möchte sie auch auf alle verteilt wissen.

Ein Ende der Streitereien und des Geschreies wegen der Flüchtlingsverteilung wäre erst dann absehbar, wenn es keine illegalen Flüchtlinge mehr zu verteilen gäbe.

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