Es ist kaum zu glauben: Wie der deutsche Bundesnachrichtendienst BND und in weiterer Folge Medien in Österreich und Deutschland berichten, geht der Zuzug illegaler Migranten und Asylwerber von Afrika nach Europa nicht nur unvermindert weiter, sondern nimmt zu und wird professioneller. Regierungsstellen und die EU versuchen zwar zu beschönigen, erzählen was vom extremen Rückgang der Asylanträge und erklären die Grenzkontrollen für wahrscheinlich illegal. Dabei weiß der BND ganz andere Fakten zu berichten. Der weiß beispielsweise, dass die Schlepper in Nordafrika gegen die Bezahlung von 2.000 Euro eine Europa- Garantie geben. Ja, ganz richtig gelesen; garantierte Ankunft in Spanien, also in der EU. Und schon für schlappe 1.000 Euro gibt es drei Versuche, nach Spanien zu kommen. Das ist doch ein preiswertes Angebot, allerdings ohne Garantie. Das mit der Garantie ist doch eine wasserdichte Sache, da würde wohl auch ein Konsumentenschützer kaum was zum Bekritteln finden. Das ist ja schon fast seriöser als vergleichbare Garantiebestimmungen für z. B. ein Auto oder einen Flachfernseher. Und es verwundert da nicht mehr, dass es zum EU- Ticket noch zusätzliche Extras zu kaufen gibt. Sogar eine Lebensversicherung wird angeboten. Über einen Treuhänder, der, sollte der Versicherungsfall eintreten, das Geld an Verwandte überbringt. Da ist man ja glatt versucht zu sagen, dass diese Schlepperorganisationen sehr soziale Institutionen sind. Ähnliches hörte man allerdings auch schon vor Jahren, als die Wunsch- Destination noch Italien war. Auch damals hieß es, die Schleppung könne wie in einem Reisebüro und wie aus einem Katalog gebucht werden; es standen verschiedene Streckenabschnitte und verschiedene Zusatzleistungen zu Auswahl, zugeschnitten auf die finanziellen Möglichkeiten der „Klienten“. Das war alles auch den Geheimdiensten, den Regierungsstellen, den Frontex- Leuten usw. bekannt.

Die jetzigen Informationen des BND treffen allerdings nur auf jene Schlepperbanden zu, die von Marokko aus ihre zahlungsfähigen Klienten in Richtung Spanien losschicken. Und das Geschäft dürfte gut gehen, bis zu 6.000 Illegale können pro Monat von Marokko nach Spanien gebracht werden. Nach Spanien kommen übrigens fast zu 100 Prozent Afrikaner und von denen sind drei Viertel Männer. Marokko ist ja der neue Ausgangspunkt für die illegale Migration in die EU, nachdem die NGO- „Wassertaxis“ vor der libyschen Küste verschwunden sind und die libysche Küstenwache aufgegriffene bzw. gerettete Migranten nach Libyen zurückbringt. Spanien blieb ja die längste Zeit verschont von der Massenmigration, denn das Verhältnis von Regierung und Königshaus zwischen Marokko und Spanien war ein sehr gutes und die Hauptroute war der Seeweg zwischen Libyen und Italien. Da hat sich also viel geändert und verschoben. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Balkanroute jetzt dicht ist, dass dort keine Migranten mehr unterwegs sind. In Bosnien sitzen Tausende und warten auf eine Möglichkeit, weiter Richtung Österreich oder Deutschland zu kommen. Von Griechenland wollen viele weiter und von der Türkei kommen ebenfalls viele, die nach Mitteleuropa wollen. Das Problem mit der illegalen Zuwanderung ist nicht gelöst. Es soll nur totgeschwiegen werden.

P. S.: Auch die USA sind jetzt erstmals mit dem Phänomen einer Massenzuwanderung konfrontiert. Das ist der große Marsch von Flüchtlingen aus Honduras und anderen mittelamerikanischen Staaten, der durch Mexiko Richtung US- Grenze unterwegs ist. Dieser Marsch ist zwar nicht von der Dimension, aber von der Art ein wenig vergleichbar mit dem, was sich Ende 2015 an Österreichs Grenze abgespielt hat. Vielleicht wollen die US- Demokraten die Reaktionen von Präsident Trump abwarten, um bei den in einigen Tagen stattfindenden Zwischenwahlen, den „Midterm Elections“, gegen die Republikaner und Trump feuern zu können. Präsident Trump hat ja angekündigt, nötigenfalls die Grenze militärisch gegen die Flüchtlinge verteidigen zu wollen.

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