Von der Opposition im Besonderen und von den Regierungshassern im Allgemeinen (da gehören auch einige Medien dazu) wird in Österreich die BVT- Suppe seit gefühlten ewigen Zeiten am Köcheln gehalten; immer wird die alte Leier abgespielt von der „Umfärbung“ des BVT, von gesetzwidriger oder zumindest fast gesetzwidriger Hausdurchsuchung und ähnlichen längst aus den Medien zum wiederholten Male bis zum Überdruss gehörten Vorwürfe gegen die türkis- blaue Regierung. Dabei wird durch einen neuen Vorwurf gegen den österreichischen Nachrichtendienst jetzt bestätigt, dass es anscheinend sehr viele gute Gründe gab, beim BVT endlich für Ordnung zu sorgen. Bei der jetzt bekannt gewordenen Geschichte geht es darum, dass anscheinend einige BVT- Mitarbeiter dafür sorgten, dass der syrische Folter- General Khaled H. als Asylwerber unbehelligt nach Österreich kam, bestens ver- und umsorgt wurde, sein Verfahren verdächtig schnell und selbstverständlich positiv abgewickelt wurde. Aber nicht nur das; laut Zeitungsartikel konnte der gute Mann, der gar kein guter Mann ist, mit österreichischem Geld und unter dem Schutz der BVT- Leute jahrelang quer durch Europa reisen und letztendlich untertauchen, sich der Verfolgung durch die Justiz entziehen.

Das BVT muss sich jetzt den Vorwurf gefallen lassen, wissentlich einen Kriegsverbrecher beschützt und gedeckt zu haben. Es drängt sich damit zusammenhängend der Verdacht auf, dass das Dauergeschrei gegen das BVT nur der Ablenkung dient, dass dadurch peinliche Fragen nach einer eventuellen Mitwisserschaft der damaligen Regierung in der skandalösen Geschichte verhindert werden sollen. Dass sich die damalige Regierung eventuell zum Unterstützer eines Kriegsverbrechers gemacht hat. Dass so etwas nämlich ohne Wissen der Regierung gemacht wird, ist schwer vorstellbar.

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