In der EU hört man laufend vom Problem des Fachkräftemangels. Es gibt da viele Diskussionen darüber, wie man mit Hilfe der Asylwerber/ Flüchtlinge/ Zuwanderer diesen Mangel beheben könnte. (Zur Erinnerung: Vor ein paar Jahren wurde allgemein davon gesprochen, dass nur gut Ausgebildete oder gar nur Hochgebildete wie z. B. Akademiker zu uns kommen würden.) Dieses Versprechen hat sich allerdings als gewaltige Fata Morgana entpuppt. Jetzt wird also darüber diskutiert, ob man mit sündteuren und sehr zeitaufwändigen und in vielen Fällen nutzlosen Ausbildungsprogrammen riskieren soll, den Mangel an Fachkräften aus den Reihen der genannten Gruppen zu beheben oder das Niveau abzusenken auf jenes der Herkunftsländer oder auch nichts zu machen und zu hoffen, dass es irgendwie weitergeht. Immerwährendes Wirtschaftswachstum gibt es ja sowieso nicht. Es wird natürlich auch darüber diskutiert, ganz gezielt Fachleute aus Drittländern abzuwerben. In Österreich gibt es dafür ja die sogenannte „Rot- Weiß- Rot- Karte“ Die soll überarbeitet werden, um die Zuwanderung von Fachkräften zu erleichtern. Eine andere Möglichkeit ist, Studenten aus Drittländern nach Abschluss ihres Studiums zu überreden, nicht in ihre Heimat zurückzukehren, sondern hier zu bleiben.

Da offenbart sich die Doppelmoral der westlichen Staaten. Es werden auf der einen Seite diese armen Länder bedauert und es wird ihnen Hilfe versprochen und auf der anderen Seite versucht man, die Intelligenz , die gut Ausgebildeten abzuwerben und zur Migration zu überreden. Das ist eine moralisch verwerfliche und charakterlose Vorgangsweise. Wirtschaftlich schwache und unterentwickelte Länder, wie es z. B. der Großteil der afrikanischen Länder sind, werden durch den Exodus der Intelligenz noch mehr zurückgeworfen, erfangen sich nie, bleiben abhängig von den heuchlerischen „Helfern“. Äthiopien, eines der ärmsten Länder, will sich das nicht länger gefallen lassen. Die Regierung hat die äthiopischen Staatsbürger im Ausland aufgefordert, in ihre Heimat zurückzukehren, da sie notwendig gebraucht werden. Das ist auch einleuchtend. Ein Bauingenieur z. B. kann in einem niedrig entwickelten Land ungleich mehr bewirken als z. B. in Österreich oder Deutschland. In Äthiopien werden Straßen, Brücken oder Hochhäuser häufig von chinesischen Firmen gebaut, weil den eigenen Unternehmen die Fachleute fehlen. Dort fehlen sie wirklich, bei uns sind es höchstens zu wenig.

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