Ich bin mit Hillary Clinton selten einer Meinung, aber es kommt vor. Jetzt ist es wieder einmal so weit. Sie gab einer britischen Zeitung ein Interview über das Thema Migration und da stimme ich ihrer Meinung zu. Sie lobte in dem Interview die Europäer für ihre Hilfsbereitschaft. Sie sagte aber auch in aller Klarheit, dass Europa seinen Teil geleistet hat und jetzt deutlich machen müsse, nicht länger Hilfe und Asyl zur Verfügung stellen zu können. Das kommt auch einer Kritik an Merkels Asylpolitik gleich. Clinton warnte davor, dass mit einem nicht gelösten Migrationsproblem die Gesellschaft weiter zerrüttet werde. Ihrer Meinung nach ist der Brexit eine Folge des ungelösten Problems der Massenmigration nach Europa und auch das Erstarken der rechten Parteien in Europa führt sie darauf zurück. Und man muss Clinton recht geben. Die Massenmigration polarisiert, spaltet die Gesellschaft und die Auseinandersetzungen zu dem Thema nehmen an Heftigkeit zu. Linke und Rechte werden aggressiver, die jeweilige Argumentation nimmt gefährliche Formen an, die Politik steckt in der Migrationsfalle und wenn dann noch bewusst Lügen verbreitet werden, wird es kritisch. Europa will nicht wahrhaben, in was es hineinrennt. Das wird dadurch verdeutlicht, dass Clinton den Europäern nahelegt, wie sie sich verhalten sollen. Und ihr Rat lautet ganz einfach: Schaut der Realität ins Auge, besinnt euch darauf, den inneren Frieden wieder herzustellen und die in der Migrationsfrage selbst ausgehobenen Gräben wieder zuzuschütten. Europa kann nicht die ganze Welt retten, es würde lange vorher dabei selbst zugrunde gehen.

Der im Westen hoch angesehene und verehrte Dalai Lama, selbst ein Flüchtling, sagte: „Wenn es zu viele Zuwanderer gibt, muss man auch einmal den Mut aufbringen zu sagen, dass es genug ist“.

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