Dass in Linz an der schönen blauen Donau zur Abwechslung einmal in der Vorweihnachtszeit nicht nur die gewohnten Weihnachtslieder zu hören sein werden, sondern täglich auch ein Muezzin zum Gebet rufen wird, ist sogar schon in ausländischen Medien zu erfahren. Dass er rufen wird, dürfte also fix sein. Nicht fix dürfte hingegen sein, wie oft am Tag er rufen wird. Während es hierzulande „täglich einmal“ heißt, liest man in einem deutschen Medium, es werden „in regelmäßigen Abständen“ die Muezzin- Rufe aus einer säkularisierten Marien- Kapelle dringen. „Ein audiovisuelles Erlebnis der besonderen Art“, wie es der deutsche Ableger einer österreichischen Zeitung bezeichnet. Man wird sich also überraschen lassen müssen, ob es drei mal am Tag sein wird, wie es bei den Schiiten üblich ist, oder fünf mal, wie bei den Sunniten üblich. Oder doch nur einmal. Es wird auch nicht erwähnt, ob der Ausrufer seiner lauten Verpflichtung mit oder ohne Lautsprecher nachgeht.

Wie kommt Linz eigentlich zu dieser zweifelhaften Ehre, ist es etwa ein überwiegend islamischer Bevölkerungsanteil? Nein, das ist es noch nicht. Diese zweifelhafte Ehre, dieses vorweihnachtliche Überraschungsei, haben die Linzer der Kunst zu verdanken und Toleranz wird irgendwie auch eine Rolle spielen. Die Kunst darf ja alles, auf jeden Fall darf sie provozieren und es wäre doch schön, nach Weihnachten in linken Gazetten von „intoleranten“ oder gar „muslimfeindlichen“ Linzern berichten zu können. So oder ähnlich könnten die Künstler eventuell denken. Ob bei diesem „Kunstprojekt“ ein echter islamischer Ausrufer aktiv sein wird oder ein Muezzin- Darsteller, wird nirgends erwähnt. Es wird auch nicht erwähnt, wie hoch die Subventionen aus Steuergeldern für diesen entbehrlichen Kunstgenuss sind. Da die wahren Muslime das christliche Weihnachtsfest ja als religiöses Fest der Ungläubigen sehen, haben sie damit eigentlich nicht viel am Hut und somit verwundert es ein wenig, wenn bei diesem „harmonischen“ Zusammenspiel von Islam und Christentum (so wird es vorab dargestellt) ein echter Muezzin dabei sein sollte. Aber vielleicht ist es nur als Provokation gedacht. Es verwundert auch, dass sich noch keine Vertreter des Christentums zu dieser Kunstaktion zu Wort gemeldet haben. Aber die denken sich vielleicht, was diese Kunstaktion betrifft: „Nicht einmal ignorieren …“

Im Advent ruft …

Linz bittet Hardcore- Christen …

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