Was gingen doch wegen einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nahe der tschechischen Grenze, in Drasenhofen, die Wogen hoch. Dieses Asyl- Quartier sorgte für Aufregung und für Schlagzeilen. Die SPÖ nannte das Quartier “menschenunwürdig”. Die Jugendanwaltschaft erklärte mit drastischen Formulierungen, dass “auch Jugendliche im Asylverfahren und solche mit rechtskräftig negativem Asylbescheid – so wie alle anderen Jugendlichen – ein Recht auf adäquate jugendgerechte Betreuung haben, auch wenn ihnen Fehlverhalten vorgeworfen wird. Der Stacheldraht ist jedenfalls mit Jugendrechten nicht vereinbar und unverzüglich zu entfernen”. Ein Stacheldraht, der auf einem mobilen Bauzaun montiert war. Wobei, wie “Krone”- Mitarbeiter vor Ort feststellten: “Hinter dem Haus erstreckt sich jedoch ein weites Feld ohne weiterlaufenden Zaun, eine “Flucht” wäre also nicht unmöglich”. Jedenfalls ordnete die Kinder- und Jugendhilfelandesrätin die Verlegung der einquartierten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge an. Die niederösterreichische Landeshauptfrau kündigte eine Behandlung dieses Themas in der nächsten Sitzung der Landesregierung an. Dass sich Opposition und NGO´s ebenfalls auf das Thema einschossen, versteht sich fast von selbst. Eine SPÖ- Integrationssprecherin sprach von einer “Schande für Österreich”, der Caritas- Chef von Wien forderte die Schließung der Unterkunft, bedankte sich bei der Landeshauptfrau und stellte fest, dass “Kinder nicht ins Gefängnis gehörten und und nichts in Straflagern mit Stacheldraht verloren hätten”.
  Am späten Abend, bei der “ZIB2 im ORF, gab es dann ein selten dargebotenes “Aha- Erlebnis”. Nach einer ORF- gerechten Einstimmung auf die Causa durch die Moderatorin wurde der zuständige Landesrat zugeschaltet. Er listete Mängel auf, die laut Jugendorganisation (Jugendamt?, Jugendanwaltschaft?) gegen eine Unterbringung sprachen. Das waren z. B.: Zu kalte Wände, veraltete Laminatböden, ein (von einem der Bewohner) verschmutztes WC, ein fehlender Unterschrank, ein veraltetes Badezimmer etc. Das ist ja unglaublich! Das betrifft aber die Frechheit, ein Quartier wegen solcher “Mängel” als unzumutbar und “menschenunwürdig” zu bezeichnen. In dem Quartier waren früher übrigens Grenzbeamte einquartiert; für die war es gut genug. Und der Landesrat ging weiter. Von diesen etwa 15 (oder 14, wie es auch hieß) unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die da angeblich “wie in einem Gefängnis” leben müssen, sind gleich am ersten Tag 8 von ihnen untergetaucht, waren einfach weg. Und es handelt sich großteils um etwa 17- jährige junge Männer und keine Kinder. Um rechtskräftig verurteilte Gewalttäter, um Drogenhändler, um Leute mit rechtskräftig abgelehntem Asylbescheid. Also großteils um keine “Guten”, für die sich die Guten und die noch Besseren von Politik, von NGO´s, vom ORF etc. jetzt stark machen. Dass sich Betreiber von Betreuungseinrichtungen für unbegleitete minderjährige (sind sie es denn wirklich?) Flüchtlinge stark machen, ist aus deren Geschäftsinteressen verständlich; für die gibt es Monat für Monat eine Menge Geld. Wesentlich mehr als für einen 24- Stunden- Pflegefall. Normal ist ein solcher Einsatz für großteils Kriminelle trotzdem nicht. Und ich glaube auch nicht, dass jemand von diesen Fürsprechern die Verantwortung übernimmt, wenn es zur nächsten schweren Körperverletzung durch einen dieser “bedauernswerten Buben” kommt.
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