Da kommt vor fast drei Jahren ein junger afghanischer Flüchtling illegal nach Österreich und stellt einen Asylantrag. Dieser Asylantrag wird abgelehnt, der junge Mann darf aber trotzdem in Österreich bleiben. Jetzt hat er (vermutlich) ein junges Mädchen erstochen und jetzt kommt auch einiges andere über diesen „armen Flüchtling“ ans Tageslicht. Er hat, wie er dem Bruder des ermordeten Mädchens erzählt haben soll, schon in Afghanistan einen Menschen ermordet. Als 14- Jähriger, sofern sein Alter stimmt. Und dieser Mord in Afghanistan dürfte der Grund sein, warum er nicht abgeschoben wurde; angeblich nicht abgeschoben werden konnte.

Wenn das stimmt, dann wussten also unsere Behörden, dass er ein zu uns geflüchteter Mörder ist, dass er bei uns Schutz vor der afghanischen Justiz suchte. Warum aber lief er dann frei herum, wurde umsorgt? Wenn das stimmt, dann haben die Behörden einen Mörder gedeckt. Wenn das stimmt, dann kann in Österreich für bestimmte Menschen ein Mord in einem anderen Land nicht strafrechtlich verfolgt werden, hat keine Konsequenzen. Wenn das stimmt, dass ein Mörder nicht abgeschoben werden darf, weil ihm in seiner Heimat wegen des Mordes Haft oder gar die Todesstrafe droht, er aber bei uns seine Freiheit und alle Rechte genießt, dann stimmt doch was nicht. Das ist dann sträfliche Dummheit, die nicht mehr steigerungsfähig ist, die letztendlich aber mit verantwortlich ist für den Mord an dem Mädchen, wofür er jetzt verantwortlich gemacht wird. Wenn es aber traurige Wahrheit ist, dass die Behörden über diesen jungen Mann nichts wissen außer dem, was er ihnen selbst erzählte, dann ist das erschreckend. Es ist ja bekannt, dass er im Frühjahr 2016 kam und nicht im Herbst 2015, als die Staatsmacht an der Grenze aufgehört hatte zu existieren. Es kann doch nicht sein, dass zu dem Zeitpunkt (und womöglich auch noch viel später) an den Grenzen immer noch Chaos herrschte und niemand wusste (und weiß), wer es sich bei uns gemütlich macht.

Als in Deutschland vor einiger Zeit ebenfalls eine junge Frau ermordet wurde, hielt jemand bei einer Trauerkundgebung ein Schild hoch mit folgendem Text: „Ihr habt unsere Kinder zu Schafen erzogen, und dann habt ihr die Wölfe ins Land geholt“.

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