Dem oberösterreichischen Landeshauptmann Stelzer sind nach der Ermordung einer 16- Jährigen in Steyr anscheinend endlich die Augen aufgegangen. Er sagte nämlich bei einer Aussendung: „Wir haben ein Problem steigender Kriminalität unter jungen Asylwerbern“, insbesondere bei Afghanen. Da muss der Herr Landeshauptmann in den letzten Jahren die Augen krampfhaft verschlossen gehabt haben und die Ohren genau so, wenn er von diesem Problem bis jetzt nichts mitgekriegt hat. Aber das ist halt das Problem mit übertriebener politischer Korrektheit; dadurch sieht man Probleme erst, wenn es zu spät ist. Wenn es Tote gibt. Von diesen Problemen mit „Problemgruppen“ hätten dem Herrn Landeshauptmann und fast allen anderen Politikern von Land und Bund und auch der Polizei und den Gerichten vor langer Zeit schon die Schüler nicht nur ein Lied, sondern ein ganzes Liederbuch vorsingen können. Das hat vor einem knappen Jahr auch eine Lehrerin schon öffentlich gemacht. Aber wenn es nach einigen politischen Parteien geht, dürfen diese Probleme auch jetzt noch nicht beim Namen genannt werden. Da kommt ja gleich der Vorwurf, dass menschliches Leid politisch instrumentalisiert werde. Aber mit Integrationsschwerpunkten und Streicheleinheiten werden sich die Probleme auch nicht in Luft und Wohlgefallen auflösen. Ein wenig kann sich Herr Stelzer allerdings schon zurück erinnern. Er sagte nämlich, man dürfe die Augen nicht verschließen, denn dieser Fehler sei „bei der Problemgruppe der Tschetschenen“ schon einmal gemacht worden. Allerdings ist dieser Fehler bis heute nicht behoben, denn die „Problemgruppe der Tschetschenen“ gibt es immer noch. Ein Beispiel gefällig: Vor ein paar Wochen hat eine siebenköpfige Jugendbande, deren Anführer laut Zeitungsartikel ein elfjähriger Tschetschene war, einen 13- Jährigen überfallen und wollten ihn ausrauben. Der Elfjährige war nicht der einzige Tschetschene in dieser Bande. Übrigens; in Tschetschenien ist der Krieg schon lange vorbei und im Urlaubsland Marokko spricht eigentlich auch nichts gegen Rückführungen. Und zwingt uns eigentlich jemand, z. B. syrische oder afghanische oder nigerianische Gewalttäter zu behalten? Die Bürger sollten eigentlich ein Recht auf Sicherheit haben.

Tassilo Wallentin sagte in einem seiner großartigen Artikel einmal ganz richtig: „Zur Selbstzerstörung sind wir nicht verpflichtet“. Das sollten auch die Politiker endlich begreifen und danach handeln. Man hat aber von vielen Politikern den Eindruck, dass sie ausloten wollen, wie weit die Leidensfähigkeit und Belastbarkeit der Österreicher in diesem Punkt geht.

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