US- Präsident Trump hat angekündigt, die etwa 2.000 in Syrien stationierten US- Soldaten unverzüglich abzuziehen und heimzubringen. Dass sich die US- Truppen völkerrechtswidrig in Syrien aufhalten, sei nur so nebenbei erwähnt. Präsident Trump begründet seine Entscheidung jedenfalls damit, dass der IS in Syrien ja so gut wie besiegt und zerschlagen ist und die Türkei und Syrien sich um die verbliebenen IS- Kämpfer „kümmern“ sollen. Und passend zu dieser Geschichte kann man jetzt auf verschiedenen deutschsprachigen, auf einer schwedischen und wer weiß auf welchen Webseiten noch eine andere Geschichte lesen, nach der man in den Mainstream- Medien vergebens sucht. Es geht darum, dass ein schwedischer Radioreporter Syrien besuchte und sich dort mit den Leuten unterhielt. Seine Reportage begann mit: „Fast acht Jahre Krieg haben die Demografie von Syrien verändert – jetzt gibt es viel mehr junge Frauen als junge Männer im Land. Und große Teile einer ganzen Generation von jungen Männern sind einfach verschwunden; mit schweren Folgen für die Gesellschaft…“ Etwa 70 Prozent der Menschen, die der Reporter sieht, sind junge Frauen. „Wenn man sich umschaut, sieht man nur Frauen. An der Universität, auf der Straße, in Cafe´s, überall sind nur Frauen, da die meisten jungen Männer Syrien verlassen haben“, sagen zwei Studentinnen. Die ganz jungen Burschen sind noch im Land und die alten Männer. Infolge der Massenflucht der arbeits- und wehrfähigen Männer, meist im Alter zwischen angeblich 17, 18 Jahren und etwa 30 Jahren und nicht von Familien, wie man uns lange Zeit weismachen wollte, fehlen jetzt Männer zum Wiederaufbau des zum Großteil wieder befriedeten Landes – und es fehlen die Männer zur Familiengründung. Viele dieser geflüchteten Männer sind Fahnenflüchtige oder Deserteure. Viele haben gegen die Regierungstruppen gekämpft und sind dann abgehauen. So manche werden auch eine kriminelle Vergangenheit haben und zogen es deshalb vor, sich in Europa mit offenen Armen empfangen zu lassen. Der Großteil jener Bedauernswerten, die wirklich Hals über Kopf vor dem Krieg, vor den IS- Mördern flüchten mussten, sind zu Millionen in den riesigen Flüchtlingslagern im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei. Dort sind die Familien, die man bei uns unter den Flüchtlingen vergebens suchte. Und hunderttausende dieser Flüchtlinge ziehen mittlerweile wieder zurück in ihre syrische Heimat.

Aber zurück zum schwedischen Reporter, der sich ja hauptsächlich mit jungen Frauen unterhielt. Die ihm erklärten, dass durch den Männermangel die Frauen jetzt auch Berufe ausüben, die ihnen vor dem Krieg verwehrt wurden. Diese Frauen zeigten aber auch wenig Verständnis dafür, dass jetzt, wo großteils Friede im Land herrscht, immer noch die Männer für den Wiederaufbau fehlen. Eine der Frauen ließ mit einem Vorschlag aufhorchen. Sie sagte nämlich: „Die Lösung besteht darin, sie hinauszuwerfen und nach Syrien zurückzuschicken, damit sie mit dem Wiederaufbau des Landes beginnen können“. Und sie forderte auch eine Amnestie für Fahnenflüchtige und Deserteure, die die Assad- Regierung gewähren sollte.

Warum soll man eigentlich dem Wunsch dieser Frau nicht nachkommen und „sie hinauswerfen und nach Syrien zurückschicken“? Dem Land wäre geholfen, die Familien wären wieder zusammen, neue Familien könnten gegründet werden. Und die Gastländer wie z. B. Österreich würden weniger belastet werden und indirekt einen Beitrag zum Wiederaufbau leisten. Denn die gut Ausgebildeten unter ihnen werden in ihrer Heimat ganz sicher mehr benötigt als hier. Und Asyl, das sollte nicht vergessen werden, ist Schutz auf eine bestimmte Zeit.

Auch das ist syrische Realität:

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