In Österreich wurden vor ein paar Jahren Obergrenzen für Flüchtlinge festgelegt. Für 2018 betrug die Quote 30.000. Jetzt kann man z. B. lesen, dass 2018 den heimischen Fahndern in Tirol etwa 5.000 Illegale ins Netz gingen. In Tirol alleine also etwa 5.000. Und vor ein paar Tagen konnte man lesen, dass an den deutschen Grenzen bis November 38.580 Personen gefasst wurden, von denen 13.000 zurückgewiesen wurden. Zurückgewiesen wohin? Zumindest zum Großteil nach Österreich; soviel steht fest. Dass 9.281 „Goldstücke“ per Haftbefehl gesucht wurden, bezieht sich hoffentlich auf alle 38.580 Aufgegriffenen und nicht nur auf die 13.000 Zurückgewiesenen. Und dann gab es in den letzten paar Jahren immer diese durchschaubaren Spielchen mit jenen, die „nicht zum Verfahren zugelassen“, aber trotzdem da sind. Ich bin nicht sicher, ob nicht, alles in allem zusammengerechnet, an die Obergrenze von 30.000 herangekommen wird. Eine Statistik des BMI besagt übrigens, dass es in Österreich bis einschließlich November im Jahr 2018 insgesamt 12.529 Asylanträge gab. Eine Wette abschließen auf diese Zahl traue ich mir aber nicht. Ich traue mir nur darauf wetten, dass wesentlich mehr mit einem rechtskräftig negativen Asylbescheid bzw. irgend einem Aufenthaltstitel wegen angeblich fehlender Möglichkeit zur Abschiebung in Österreich leben. Aber selbstverständlich wünscht der Bundespräsident auch ihnen ein friedvolles und gutes 2019.

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