Durch die Ankündigung von Präsident Trump, die US- Soldaten aus Syrien abzuziehen, ist dieser ins achte Jahr gehende Krieg, der alles andere als ein Bürgerkrieg ist, wieder etwas mehr im Medieninteresse. Weniger der blutige Krieg selbst, als vielmehr die Geschichten rund um den US- Abzug und die Kämpfe zwischen rivalisierenden Terror- und Rebellengruppen sowie zwischen Kurden und regulären türkischen Truppen, die im Norden Syriens einmarschiert sind, bewegen die Medien. Ob irgend eine Seite noch gegen den IS oder eine andere Terrorgruppe kämpft, wie Al- Nusra z. B., interessiert anscheinend niemanden mehr.

Präsident Trump hatte ja angekündigt, die etwa 2.000 US- Soldaten, die hauptsächlich in Nordsyrien in der Nähe der türkischen Grenze (dort, wo es keine IS- Terroristen gibt) stationiert sind, nach Haus ezu bringen. Diese Ankündigung löste ja in der EU ein Geschrei und Gezeter aus; wegen der „Verschiebung der Machtverhältnisse in Syrien zu Gunsten Russlands“ und niemand schien sich darüber zu freuen, dass dieser angekündigte Abzug einen jahrelangen Bruch des Völkerrechts beenden würde. Ein Völkerrechtsbruch, der allerdings alle westlichen Staaten betrifft, welche „Berater“ oder Spezialkommandos nach Syrien eingeschleust haben zur Unterstützung von „Oppositionellen“ oder §gemäßigten Rebellen“ mit dem Ziel, Präsident Assad zu stürzen. Der angekündigte Abzug, von dem einige Medien berichteten, er sei schon im Gange, scheint aber in weite Ferne gerückt zu sein. Die US- Militärs zeigen wenig Lust, ihrem Oberbefehlshaber Trump den Wunsch zu erfüllen, diesen für die Waffenindustrie wichtigen Schauplatz zu räumen und auch der Sicherheitsberater scheint den Truppenabzug zu boykottieren.

Mit der Ankündigung Trumps, in Syrien das Feld zu räumen, kommt aber fast zwangsweise die Erinnerung an die Aktivitäten eines US- Senators in Syrien. Nein, nicht an den mittlerweile verstorbenen Senator John McCain, der sich von Israel aus illegal über die syrische Grenze zu einem geheimen Treffen mit Terror- und Rebellenführern bringen ließ. Es ist die Erinnerung an die Reise des republikanischen Senators von Virginia, Richard Black, nach Syrien im vergangenen September zu einem Treffen mit Präsident Assad. Er versicherte Assad seine Unterstützung und erklärte ihm auch, dass seiner Meinung nach die US- Regierung die Kriege im Nahen Osten beenden müsse.

Senator Black war zwei Mal aus eigener Initiative in Syrien, um sich mit Assad zu treffen und über die Situation in Syrien zu sprechen. Und Senator Black sagte damals in einem Interview auch: “ … Bestimmte Kräfte, die aus Elementen der Regierung, der Medien und ausländisch finanzierten Denkfabriken bestehen, sind jedoch entschlossen, Länder im Nahen Osten zu zerstören. General Wesley Clark, … sagte, dass der Verteidigungsminister 2001 die Ausarbeitung von Plänen für den Sturz von sieben Ländern des Nahen Ostens in den nächsten fünf Jahren angeordnet habe. Eines davon war Syrien … Dieser desaströse Krieg hätte nicht stattgefunden, wenn ihn die USA nicht geplant und durchgeführt hätte… Trotzdem haben die USA und ihre Verbündeten ihre volle diplomatische Unterstützung der Al Qaida angedeihen lassen – dieselbe Gruppe, die am 11. September das Pentagon und das World Trade Centre in New York angegriffen und 3.000 Amerikaner zu Tode gebracht hat…“ Er behauptete auch, dass die Briten gemeinsam mit den syrischen „Weißhelmen“ Chemiewaffen- Anschläge inszenierten, die dann den Assad- Truppen in die Schuhe geschoben wurden.

Man möchte gar nicht glauben, was man von einem US- Senator zu hören bekam. Worüber man allerdings nichts zu hören bekam, waren die Sanktionen gegen Syrien. Darunter fallen z. B. auch Medikamente, also humanitäre Hilfe.

Ohne die USA hätte es…

Syrien: US- Senatot trifft…

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