Es ist politischer Wille, dass E- Autos her müssen. Der Diesel wird von Tag zu Tag mehr verteufelt; die Fahrverbote in Deutschlands Städten nehmen zu, anderswo wird drüber diskutiert. In den nächsten zehn oder 15 Jahren soll das Ende der Verbrennungsmotoren da sein, dürfen keine neuen Verbrenner mehr verkauft werden. Dem E- Auto gehört die Zukunft. Sagt zumindest die Politik. Gehört dem E- Fahrzeug wirklich die Zukunft? Aus heutiger Sicht keinesfalls. Es soll uns, den in ein paar Jahren zum Kauf von E- Fahrzeugen gezwungenen Steuerzahlern eingeredet werden, E- Fahrzeuge seien sooo umweltfreundlich. Dass das eine Lüge ist, wissen die Politiker; sie müssen es einfach wissen. Durch die Produktion der Akkus werden sie zu gewaltigen Umweltsündern und nach ein par Jahren, wenn die Akkus erledigt sind, geht es weiter. Das Recycling der nicht alten, aber kaputten Akkus verdient ganz sicher keinen Umweltpreis und die neuen Akkus – eh schon wissen. Da ist ein Diesel noch umweltfreundlicher. Aber wenn die Politik sagt, das E- Auto ist umweltfreundlich, dann muss es eben so sein. Auch wenn es nicht so ist. Das nächst bekannte und totgeschwiegene Problem ist der benötigte elektrische Strom. Wenn kein Wunder geschieht, und Wunder geschehen eher selten, wird bei einer annähernden Vollelektrifizierung bei Autos der Strom hinten und vorne nicht reichen. Auch das ist bekannt und auch darüber wird nicht gesprochen. Mit Wasserkraft geht nicht mehr viel, kalorische Kraftwerke werden abgestellt. Wind und Sonne sind keine verlässlichen und auch keine ausreichenden Lieferanten. Dann ist das Problem der Reichweite. Wenn heute gejubelt wird, dass ein neues E- Auto schon eine Reichweite von z. B. 500 Kilometer hat, horcht sich das gut an. Es sagt aber niemand laut dazu, dass diese Reichweite nur unter realitätsfremden Bedingungen erzielbar ist; wenn überhaupt. Dass der Akkusatz im Falle eines Brandes zu einer großen Gefahr werden kann, da brennende Akkus schwer zu löschen sind und Unmengen an Löschwasser benötigt werden, nur nebenbei. Und nochmals zur Reihweite: Was Fahrer von E- Fahrzeugen wie z. B. Gabelstaplern und ähnlichen Fahrzeugen schon lange wissen, wird jetzt auch den stolzen Besitzern von E- Autos bekannt werden: Bei tiefen Temperaturen wie im jetzigen Winter sinkt die Reichweite dramatisch ab. Ein Schwund von 50 Prozent ist da locker drinnen. Eine Horrorvorstellung, wenn im Winter liegengebliebene E- Autos der Strom ausgeht, weil die Lenker die Heizung einschalteten.
  Apropos Heizung: Kürzlich war zu lesen, dass die Berliner sehr stolz sind auf ihre E- Busse im Öffi- Verkehr. Die Damen und Herren Politiker verschwiegen aber, dass die Heizung dieser Busse mit Diesel betrieben wird. Und wer glaubt, dass das Fahren mit E- Autos billiger wird als mit einem Verbrenner, der soll sich von diesem Wunschdenken gleich einmal verabschieden. Die Preise für die Akku- Grundmaterialien werden explodieren und der Wegfall der Mineralölsteuer muss auch ersetzt werden. Studien besagen, dass bis etwa 2030 die Stromkosten für 100 km Autofahrt je nach Land auf etwa 12 Euro ansteigen werden.
Werbeanzeigen