Je näher der Termin des offiziellen Brexits, also des Austritts der Briten aus der EU kommt, desto deutlicher wird der angestrebte Plan erkennbar, den die EU verfolgt. Beim Gipfel der EU mit der Arabischen Liga, der eigentlich für andere Themen geplant war, dominierte der Brexit. Die EU bot “großzügig” einen Aufschub des Brexit an. Wenn es sein sollte, gleich um ein paar Jahre. Oder bis es eine zweite (vielleicht auch eine dritte, vierte …) Volksabstimmung über einen EU- Austritt gibt. Die EU- Häuptlinge in Brüssel wollen ja einen Austritt der Briten nach wie vor um jeden Preis verhindern und auch auf der Insel wird massiv Stimmung gemacht für einen Verbleib im Schoß der “Wertegemeinschaft”. Der Austritt eines Mitgliedes, eines Gründungsmitgliedes sogar und eines Nettozahlers obendrauf wäre ja nicht nur ein wirtschaftlicher Verlust, sondern auch ein Gesichtsverlust für die eher gesichtslosen Typen in der EU- Führungsetage. Und außerdem soll allen anderen Mitgliedern, die ebenfalls mit einem Austritt liebäugeln, ein- für allemal die Lust dazu ausgetrieben werden. Und als Draufgabe wird Gegnern wie Befürwortern des Brexit das Schreckgespenst des wirtschaftlichen Untergangs der Briten bei einem Austritt vorgegaukelt. Mit Gewissheit kann gar nichts gesagt werden. Es gibt Studien “renommierter” Institute, die ein Aufblühen der britischen Wirtschaft ohne EU genau so sicher vorhersagen wie deren Untergang; je nach politischer Einstellung der jeweiligen Institute.
  Die EU- Führung setzt auf einen Verbleib der Briten in der EU und betrachtet das Ergebnis des damaligen Referendums als “Panne”. Also setzt Brüssel auf den Faktor Zeit. Austritt verschieben, vielleicht bis zum Sankt Nimmerleinstag, als naheliegendsten Schritt. Oder solange verschieben, bis sich die Medien dazu nicht mehr äußern. Bis britisches Gras über die Sache gewachsen ist.  Vielleiht ein weiteres Referendum, nachdem die Briten entsprechend “bearbeitet” wurden. Nötigenfalls mit Hilfe von Soros- Millionen. Soros will ja mit 6 Millionen Pfund den Brexit rückgängig machen bzw. verhindern, wird behauptet. Ein Austritt aus der “Wertegemeinschaft” ist jedenfalls nicht vorgesehen, war nie vorgesehen.
  Jaques Attali, ein Berater des ehemaligen französischen Präsidenten Mitterand, sagte einmal: “Zur 1. Version des Maastricht- Vertrages: … Wir haben einen Artikel, der (einem Mitgliedsstaat) den Austritt erlaubt, absichtlich “vergessen”. Das war nicht sehr demokratisch. Doch es war eine große Garantie dafür, die Dinge schwieriger zu machen, …”
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