Vor langer Zeit trat in Wien die FPÖ mit dem Slogan “Wien darf nicht Chikago werden” beim Wahlkampf zur Gemeinderatswahl an. Anscheinend zeichnete sich schon damals eine bedenkliche Entwicklung ab, was die Sicherheitslage der Stadt betraf und Chikago war damals eben der Inbegriff einer Großstadt mit ausgeprägter Kriminalität. Seither ist viel Zeit vergangen und in Chikago im fernen Amerika verschlimmerte sich die Situation ständig, die Stadt schaffte 2016 einen traurigen Rekord; 762 Tote bei Schießereien. Wien war im Vergleich dazu wirklich eine “Insel der Seligen”.Besser wurde es in Wien allerdings nicht, nur nicht so schlecht wie anderswo. Die gefühlte Sicherheit ging allerdings erst in den letzten Jahren “den Bach hinunter”. Massenschlägereien, Messerstechereien, Suchtgifthandel auf offener Straße, Verbrechen wegen der “Ehre”, Morde haben stark zugenommen. Gewalttäter werden immer jünger, haben häufig Migrations- und religiösen Hintergrund. Öffentliche Verkehrsmittel werden zu Risikozonen, sogenannte “No- go- Areas” werden mehr. Diese traurige und bedenkliche Entwicklung beschränkt sich aber nicht nur auf Wien. Bahnhöfe z. B. haben sich schon lange österreichweit zu Konfliktzonen entwickelt und die Städte, in denen schon örtlich beschränkte Waffenverbotszonen eingeführt wurden, werden mehr. Alles Zeichen, dass die Situation nicht besser wird. Das verwundert auch nicht besonders, die Täter und speziell die jungen Täter haben relativ wenig zu befürchten. Diese Feststellung wird permanent durch Gerichtsurteile bestätigt und mit “Sicherheitsgipfeln” und Streicheleinheiten wird mit Sicherheit nichts verbessert, es werden dadurch nur die Opfer verhöhnt.
  Der kürzlich in Berlin abgehaltene Europäische Polizeikongress stand unter dem Thema “Migration- Integration- Sicherheit”. Bei diesem Kongress war auch der österreichische Ex- Polizeigeneral und ÖVP- Sicherheitssprecher Mahrer dabei und er warnte davor, dass Wien – nein, nicht Chikago – sondern nicht Berlin werden darf. Berlin ist mittlerweile, was Sicherheit bzw. Kriminalität betrifft, so etwas wie ein abschreckendes Beispiel geworden. Mahrer wies darauf hin, dass sich in Deutschland “No- go- Areas”, also rechtsfreie Räume, Bereiche, in denen die Polizei auf verlorenem Posten steht, immer mehr ausweiten und dass auch in Wien kriminelle Banden No- go- Areas entstehen lassen. ((Die gibt es aber z. B: in Schweden auch schon zuhauf). Wenn ein Ex- Polizeigeneral und Sicherheitssprecher das sagt, dann kann man ihm das auch glauben. Wenn ein Politiker hingegen das bestreitet, dann versucht er das Problem schönzureden bzw. zu bestreiten bzw. lügt er. Der Ex- General sagte auch: “ … Es geht nicht nur um die Auswirkungen der Migrationswelle von 2015 … Die Verpflichtung zur Bereitschaft zum Anerkennen unserer Werte, zum Erlernen der deutschen Sprache, zur Ausübung einer Beschäftigung – also die Bereitschaft zur Integration – ist unumgänglich. Ohne Bekenntnis dazu kann es keinen Aufenthalt in Österreich geben”.
  Warum will niemand auf solche Fachleute, die die Lage realistisch einschätzen,  hören? Warum vermeint ein Teil der Politik und ein Teil der Justiz, genau mit gegenteiligen Maßnahmen Erfolg zu haben?
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