Warum tauchen eigentlich die von syrischen Kurden oder sonst wem festgenommenen IS- Kämpfer samt deren Frauen und Kindern im Allgemeinen und jene, die vorgeben, Österreicher zu sein oder ein Aufenthaltsrecht in Österreich zu haben, im Besonderen plötzlich wieder verstärkt in den Medien auf? Warum meldet sich auch die Politik zu diesen Leuten wieder zu Wort und zwar, was etwas befremdlich anmutet, nicht nur ablehnend? Diese Leute, die sich freiwillig dem IS anschlossen, einer Terrororganisation, haben jedes Recht auf einen Aufenthalt in Österreich verwirkt (sofern sie jemals eines hatten!) und da darf es keine Rolle spielen, ob es sich da um anerkannte Flüchtlinge oder gar Asylwerber, also sogenannte Schutzsuchende, handelt, die den IS unterstützten oder um Österreicher per Staatsbürgerschaft.

Über einen solchen Fall wird jetzt unter anderem in der „Kronen Zeitung“ berichtet. Dieser „mutmaßliche Terrorist“ wurde jetzt in Syrien von Kurden festgenommen. Der „bedauernswerte“ Kerl behauptet in einem Facebook- Video, in Wien geboren zu sein. Außerdem klagt er in dem Video sein Leid, jammert von „unmenschlicher Behandlung“, die ihm beim IS widerfuhr und dass er vom IS „reingelegt“ wurde. Wie er es als gefangen genommener IS- Kämpfer schaffte, ein Video mit seiner Geschichte auf Facebook hochzuladen, erklärte er anscheinend nicht. Der Wiener Islamismus- Experte Albayati übersetzte das Video und stieß gleich zu Beginn auf Unstimmigkeiten bezüglich des Namens. Der Mann, der sich Arad G. nennt, war zumindest seit 2015 Mitglied des IS und jetzt, da er gefangen genommen wurde, gibt er sich plötzlich reumütig und „hofft auf eine menschliche Behandlung von der YPG, die er beim IS nicht vorfinden konnte“. Der gefangene IS- Kämpfer behauptet auch, Alevit zu sein. Aleviten sind, je nach Anschauung, eine Glaubensrichtung des Islam oder aber auch eine Glaubensgemeinschaft, die sich vom Islam getrennt hat. Und Aleviten wurden immer wieder vom IS bekämpft; der IS- Ideologe Abu Ubayd erklärte in einer Fatwa, die Aleviten betreffend: „Sie haben nichts anderes verdient als das Schwert. Daher sollten die Brüder im Islam sich verabreden, um die Aleviten zu töten und ihre Besitztümer zu plündern“. Nicht recht glaubwürdig, dass er als IS- Kämpfer ein friedliebender , vom IS verfolgter Alevit war. Und dass er ein IS- Kämpfer war, hat er ja zugegeben. Bei diesem „reumütigen“ IS- Kämpfer dürfte vieles nicht zusammen passen. Es darf auf jeden Fall auch nicht eine einzige Sekunde darüber nachgedacht werden, ob man ihn nach Österreich holen soll oder nicht. Das hat aber auch für alle anderen festgenommenen IS- Kämpfer und Gefolgsleute (auch Frauen!) zu gelten. Sollen ihnen doch die syrischen oder irakischen Gerichte das Tor zum Paradies öffnen oder sie weiterhin einsperren, in Österreich ist für solche Leute jedenfalls kein Platz. Und an alle, die mit christlichen Tugenden für eine „Heimholung“ der IS- Verbrecher plädieren: Schon im Matthäus- Evangelium heißt es: “ … denn wer zum Schwert greift, soll durch das Schwert umkommen“. Und die haben viel zu oft nach dem Schwert gegriffen.

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