Eine deutsche Autorin und aktive Feministin hat sich, wie relativ viele andere Frauen auch, für ein „kinderfreies“ Leben entschieden. Sie verzichtet bewusst auf Nachwuchs und begründet das auch und einer ihrer Gründe dafür ist, man glaubt es kaum als normal denkender Mensch, der Umweltschutz. Die Verfechterin einer kinderfreien Zukunft sagt nämlich: „Ein Kind ist das Schlimmste, was man der Umwelt antun kann. Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeutet eine CO2- Einsparung von rund 50 Tonnen im Jahr“. Sagt die Frau, die ihr Buch „Kinderfrei statt kinderlos“ natürlich möglichst gut verkaufen will.

Wenn man die Einstellung dieser Frau auf irgend eine Art und Weise akzeptiert und zusätzlich davon ausgeht, dass diese Einstellung in gutem Glauben vertreten wird und auch ernst gemeint ist, tauchen aber viele offene Fragen auf. Warum, nur so zum Beispiel, die Menschheit nach Adam und Eva nicht gleich wieder ausgestorben ist. Warum die Menschheit seit ihrem Bestehen bewusst oder auch unbewusst immer bestrebt war, nicht auszusterben und deswegen für Nachwuchs gesorgt hat. Warum wohl Regierungen wie auch Religionen von Alters her daran interessiert waren/sind, dass die Bevölkerung, dass die Anhänger eher mehr und nicht weniger werden. Man müsste die werte Dame aber auch fragen, warum sie mit ihrer „umweltfreundlichen“ Idee nicht an die Öffentlichkeit geht und die Regierungen unter Druck setzt, per Gesetz eine Null- Kind- Politik einzuführen. Es ist aber in gewisser Weise verständlich, dass „Frau Kinderfrei“ das nicht macht. Ab einem gewissen Öffentlichkeitsinteresse würde sie von der Regierung womöglich als Gefahr gesehen, psychiatriert und weggesperrt werden. Jedes Staatsgefüge ist ja, was allerdings ebenfalls Schwachsinn ist, auf immerwährendes Wachstum aufgebaut. Eine schrumpfende Bevölkerung ist da nicht akzeptabel; außer in Japan. Man hört aber auch nichts davon, dass sich die aktive Feministin in jenen Ländern oder Regionen der Welt für eine kinderfreie Zukunft stark machen würde, die mit den Problemen und den Folgen der Bevölkerungsexplosion zu kämpfen haben. Wo dann, als positive Begleiterscheinung sozusagen, ihrer Meinung nach auch der Umweltschutz profitieren würde. Dass sie jene Länder und Regionen der Welt mit ihrer Idee verschont, ist aber auch verständlich. Dort würde sie sich dem Risiko aussetzen, öffentlich gesteinigt oder einer ähnlichen Behandlung unterzogen zu werden.

Gänzlich unbekannt ist die „Kinderfrei- Theorie“ in westlichen Ländern aber gar nicht, sie wird nur nicht so direkt kommuniziert. Wer Medienberichte verfolgt, wer sich Statistiken anschaut, der stellt fest, dass seit Jahren in vielen Ländern die Bevölkerung schrumpft. Weil viele Frauen, auch gewollt, keine Kinder bekommen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Einer davon ist, dass bei Frauen ganz gezielt das Interesse an der Karriere geweckt wird und „auf dem Weg nach oben“ ist für Kinder oft kein Platz. Allerdings, und da unterscheiden sich die Vorstellungen der Regierungen von jenen der „Frau Kinderfrei“: Dei Regierungen bestehen, wie vorher schon angemerkt, auf Bevölkerungswachstum und versuchen uns deswegen davon zu überzeugen, dass wir unbedingt massenhaft Zuwanderung brauchen, egal aus welcher Ecke und welchem Winkel der Welt. Zuwanderer, die wiederum sehr viele Kinder in die Welt setzen. Und jetzt eine Frage direkt an „Frau Kinderfrei“:Glauben Sie, dass nur Babys von Einheimischen eine zusätzliche CO2- Belastung von 50 Tonnen pro Jahr verursachen oder gilt das auch für Zuwanderer- Babys?

Vor knapp zwei Jahren schrieb übrigens ein deutsches Magazin über eine schwedische Studie. Der Titel des Artikels über die Studie lautete: „20 BMW schädigen das Klima weniger als ein Baby“. Da war die Rede von zirka 58 Tonnen CO2 pro Jahr pro Baby. Der Verzicht auf ein Auto soll gerade einmal etwa 2,4 Tonnen pro Jahr betragen.

Werbeanzeigen