„Wien, lebenswerteste Stadt – auch für Terroristen“. Unter dieser Überschrift brachte Herr Richard Schmitt von der „Krone“ eine punktgenaue Lagebeschreibung zum heutigen Wien und gleich der erste Satz des Artikels zerrt die Schuldigen ins Rampenlicht. Der Artikel beginnt nämlich mit: „Wir alle bekommen jetzt die Rechnung für eine langjährige Wegschau- und Beschwichtigungspolitik der rot- grünen Wiener Stadtregierung und des skandalerschütterten Verfassungsschutzes BVT präsentiert …“ Die Auflistung beginnt mit dem jetzt verhafteten Iraker, der einen Anschlag auf einen ICE- Zug plante und beinhaltet in weiterer Folge nur die spektakulärsten Fälle im Zusammenhang mit dem IS und Österreich. Herr Schmitt hätte ein Buch schreiben müssen, wenn er über alle bekannten österreichischen IS- Kämpfer hätte berichten wollen. Und über die Wegschauer und Beschwichtiger in der Wiener Stadtregierung. Von diesen Leuten haben sich mittlerweile einige in den „wohlverdienten“ Ruhestand verabschiedet und einige haben den Dienstgeber gewechselt, aber im Grunde hat sich in Wien bis heute nichts geändert. Es hapert weiterhin an Kontrollen in allen Bereichen, was Asylwerber oder Zuwanderer oder Migranten betrifft, aber die Finanzmittel fließen für diese Leute trotzdem (oder gerade deswegen) in Strömen.

Und was hat doch die Opposition getobt wegen der BVT- Razzia und der Suspendierung des Chefs. Spätestens jetzt müsste allen Schreiern klar sein, dass diese Aktionen notwendig waren. Nur; die Rechnung, die wir jetzt präsentiert bekommen, ist noch lange nicht für alle Fehler, die gemacht wurden und noch gemacht werden. Um die schon lange bekannten Probleme an den Schulen, und da rede ich nicht von PISA- Ergebnissen, ist es auffallend ruhig geworden und eine Frau Wiesinger wird diese Probleme auch nicht lösen können; das ist Sache der Politik und der Justiz. Da kommt noch was auf uns zu. Plötzlich kommt man auch drauf, dass Polizei- Schwerpunktaktionen in den Öffis und in Parks nötig sind. Aus Sicherheitsgründen werden Frauenwaggons in der U- Bahn gefordert, ein Frauen- Notruf wurde geschaffen. Frauen wird empfohlen, Kurse für Selbstverteidigung zu besuchen. Bahnhöfe wurden zu Risikobereichen. Die Polizei erklärt in Vorträgen, wie man sich schützen kann und soll usw.

Wurden Lehren aus dieser Entwicklung gezogen? Eher nicht. Wien wird sich nicht gravierend ändern und die „bösen Buben“ dürfen weiterhin bleiben. Es ist ja nicht zumutbar, einen Gewalttäter dorthin abzuschieben, wo eventuell seine Menschenwürde bedroht sein könnte. Das wäre ja gegen die Menschenrechte. Und die Einheimischen sollen sich gefälligst an Bedrohungen gewöhnen und ihre Verletzungen heilen ja wieder.

„Und der Herr sprach: Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer“.

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