Privatvermögen der Haushalte – keine Erfolgsgeschichte mehr. Eigentlich schon seit Jahren nicht mehr. Wie die Österreichische Nationalbank mitteilte, ist das Finanzvermögen der österreichischen Privathaushalte im Jahr 2018 wegen der schwachen Börsen kaum gewachsen, nämlich ganz bescheiden nur um 1 Prozent auf 661,2 Milliarden Euro. Ja, und irgendwo in der Mitteilung steht auch, dass die Österreicher natürlich auch kräftig verschuldet sind. Mit der Meldung wegen der schwachen Börsen hat die ÖNB aber die Europäische Zentralbank ganz massiv in Schutz genommen. Die Wahrheit ist ja, dass seit Jahren die Zinsen für Spareinlagen bei Null liegen und die eigentlich nur mehr theoretisch zu nennenden Zinserträge durch die Kapital- „Ertrags“- Steuer geschmälert werden. Was betragsmäßig aber eigentlich kaum eine Rolle spielt, denn 25 oder 27,5 Prozent von fast Null ist ebenfalls fast Null. Und durch die Null- Zins- Politik von „Mr. EZB“, Herrn Mario Draghi, der auch schon als „Draghula“ bezeichnet wurde, werden der sparenden Bevölkerung Milliarden an Zinserträgen vorenthalten; man ist versucht zu sagen „gestohlen“. Den Staat freut es, er kann sich auf Kosten der Sparer billig entschulden, da für die Neuverschuldung des Staates, für Staatsanleihen z. B., ja auch fast keine Zinsen mehr fällig werden und alte Schulden leichter reduziert werden können.

Dass die Euro- Sparer durch Draghis Politik Milliarden verlieren, ist also Sinn und Zweck der Sache. Dafür wird ja unerlaubter Weise wackelnden Großbanken und Staaten ein wenig unter die Arme gegriffen, um einen Crash zu verhindern. Und da Sparen nichts mehr bringt und die Wirtschaft aber Geld braucht, versucht man eine andere Strategie. Seit Jahren wird versucht, die Österreicher für Aktien zu begeistern; mit sehr mäßigem Erfolg. Und der Vermögensbericht bestätigte jetzt, dass die Österreicher mit ihrer Zurückhaltung bei Aktien richtig liegen. Die Kursverluste bei Aktien betrugen nämlich alleine im Jahr 2018 satte 11 Prozent. Es gab aber nicht nur bei Aktien und Investmentzertifikaten Verluste. Auch bei den Pensionskassen, bei denen vor ein paar Jahren noch großspurig und jeder Basis entbehrend satte Zuwächse versprochen wurden, waren letztes Jahr kräftig im Minus und auch Lebensversicherungen bringen nicht viel; wenn überhaupt was. Kein gutes Jahr für Sparer und Anleger. Aber die Sparer sollen ja ihr Geld sowieso ausgeben und „in die Wirtschaft“ stecken. (Natürlich in die heimische. Da ist sonderbarer Weise Regionalität und Nationalismus und Protektionismus zulässig und sogar gefragt). Und bei Aktienverlusten ist das Geld ja nicht weg, es ist nur in den Taschen von jemand anderem.

Werbeanzeigen