In der Geschichte der aktuellen globalen Christenverfolgung ist ein erschreckendes, blutiges Kapitel dazugekommen. In Sri Lanka gab es eine Anschlagserie mit Bomben und Selbstmordattentätern. In drei Kirchen kam es während der Ostermesse zu den Anschlägen und vier Explosionen gab es in Hotels. Mittlerweile ist schon von etwa 290 Toten die Rede und von Hunderten von Verletzten. Die Toten sind nicht nur Mitglieder der christlichen Gemeinschaft auf Sri Lanka, der etwa 7 Prozent der Bevölkerung angehören, sondern auch mehr als 30 Ausländer verschiedener Nationalitäten. Über die Täter ist bis jetzt so gut wie nichts bekannt, obwohl es schon mehrere Festnahmen gab. Ein Regierungsmitglied sprach aber von einem „terroristischen Vorfall“ und von „extremistischen Gruppen“. Der Polizeichef des Landes warnte schon vor ein paar Tagen vor Anschlägen durch eine radikalislamische Gruppe und berief sich dabei auf Informationen eines ausländischen Geheimdienstes. Der Papst reagierte mit „großer Trauer“ auf die Ereignisse am Ostersonntag in Sri Lanka, gedachte der Opfer der „schweren Attentate“, betete für sie. Die Politik bekundete über die sozialen Medien ihr Mitgefühl für die Opfer der verheerenden Anschlagserie.

Den Tätern gelang mit der Anschlagserie ein Doppelschlag. Es wurde – wieder einmal – ein Terroranschlag gegen Christen verübt und es wurde mit dieser Anschlagserie an verschiedenen Orten des Landes auch der Tourismus schwer getroffen. Die Besucherzahlen in den Tourismus- Hochburgen werden stark zurückgehen; wer fährt schon auf Urlaub in ein vom Terror heimgesuchts Land. Das hat man ja auch z. B. in Ägypten oder in der Türkei schon erlebt.

Als vor etwa einem Monat bei einem Terroranschlag in Neuseeland 50 Muslime in Moscheen erschossen wurden, gab es in der westlichen Welt viele Solidaritätskundgebungen, wurden als Zeichen der Solidarität auch Kopftücher getragen. Man soll keine Vergleiche anstellen, aber ich bin gespannt, ob es in der islamischen oder buddhistischen Welt zu Solidaritätskundgebungen für die christlichen Attentatsopfer von Sri Lanka kommt. Ich glaube, eher nicht. Und zurück zur aktuellen globalen Christenverfolgung: Es kommt u. a. in Nigeria immer wieder zu Terroranschlägen gegen Christen, alleine im vergangenen Februar wurden etwa 180 Christen ermordet. Bei einem Anschlag gab es 52 Tote, viele Verletzte sowie zerstörte Häuser. Über diese und ähnliche Anschläge wurde kaum berichtet, auch von Vertretern der Kirche ist über diese Christenverfolgung kaum was zu hören. Die Medien überschlagen sich aber, wenn es in der westlichen Welt zu Terrorattacken gegen Moslems oder gegen islamische Einrichtungen kommt. In Frankreich alleine kam es laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr zu weit über 800 Fällen von Kirchenvandalismus, 2017 waren es sogar mehr als 1.000 Fälle und auch heuer gab es schon zahlreiche Schändungen von Kirchen und Brandstiftungen, wie z. B. in der Kirche Saint Sulpice. Diese Kirche ist fast so groß wie Notre Dame. Auch in Österreich kommt es immer wieder zu spektakulären Fällen von Kirchenschändungen. Und beim verheerenden Brand von Notre Dame ist auffällig, dass ein terroristischer Hintergrund oder Brandstiftung schon kurz nach dem Brand ausgeschlossen wurde, obwohl es noch keine Ermittlungsergebnisse gab. Auch über diese Sachen ist kaum was zu hören.

Medien schweigen:

Update zu Anschlägen von Sri Lanka:                   22. 4. 12:12

Einheimische Islamisten verübten …

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