Der 1. Mai, der Tag der Arbeit“. Und in Wien auch Tag des Partei- Aufruhrs. Vor drei Jahren wurde der rote Kanzler Faymann am 1. Mai von seinen Parteigenossen ausgebuht, zum Rücktritt gepfiffen und derb beschimpft und die rote Prominenz auf der Rednerbühne musste die Demütigung des Kanzlers hautnah miterleben. Und 2017 zeichnete sich bei den Feierlichkeiten zum 1. Mai schon ab, dass Christian Kern auch kein Langzeit- Kanzler werden wird. Und auch heuer rumorte es wieder beim Maiaufmarsch. Die Parteibasis hat sich auf den SPÖ- Geschäftsführer Drozda eingeschossen. Die Genossen stoßen sich an seinem Auftreten, bezeichnen ihn als „Bobo“. Und seine Luxusuhr ist auch noch nicht vergessen. Daran wurde mit einem Plakat mit dem sinnigen Spruch: „Drozda, hast du auf die Uhr geschaut? Zeit zu gehen!“ erinnert. Die SPÖ- Chefin Rendi- Wagner, mit professionellem Lächeln auf der Bühne, steht wegen „Bobo“ Drozda zunehmend unter Druck. Ist sie oder Drozda das nächste Opfer des 1. Mai? Es gibt aber auch Amüsantes zu berichten; die SPÖ jubelt über 120.000 Besucher des Maiaufmarsches, die Polizei kommt aber bei einer Zählung aus dem Hubschrauber angeblich nur auf 12. 000, also gerade einmal auf 10 Prozent der SPÖ- Angaben. Ist schon kurios.

Kurios und wenig bekannt ist auch die Entstehungsgeschichte des 1. Mai als „Tag der Arbeit“, des beinahe wichtigsten Feiertages der roten Genossen. Dieser Tag, der in mehr als 30 Ländern Europas auch als „Tag der Arbeiterbewegung“, als „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“ oder auch als „Maifeiertag“ bezeichnet wird, ist ein gesetzlicher Feiertag. Er wird aber nicht nur in Europa gefeiert. Und er wurde nicht unbedingt nur von den Vorgängern der heutigen Sozialdemokraten und Sozialisten, den „Sozis“,“erkämpft“. Dass der 1. Mai als „Tag der Arbeit“ eine dauerhafte Einrichtung wurde, hat viel mit den Nationalsozialisten in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu tun, kann man bei Wikipedia nachlesen. Nannten sich halt auch Sozialisten.

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