Nach dem politischen Selbstmord von Vizekanzler Strache und dem FPÖ- Fraktionschef Gudenus wegen des „Ibizagate“- Videos und nach dem daraus resultierenden Auseinanderbrechen der Bundesregierung samt Ankündigung von vorgezogenen Neuwahlen geht es jetzt erst richtig rund. Hieß es zuerst, es werde jetzt einmal in Ruhe weitergearbeitet, forderte die Opposition den Rücktritt oder die Ablösung aller FPÖ- Minister. Die Opposition hat nach dem Auseinanderbrechen der Regierung Blut geleckt und sah jetzt ihre Chance gekommen, die verhassten FPÖ- Leute, ganz besonders aber den Innenminister, stürzen zu können. Und jetzt sind die FPÖ- Leute weg; es sollen Experten aus den Ministerien weitermachen bis nach der Wahl. Und die Regierung sei deswegen auseinander gebrochen, so heißt es, weil schon Kanzler Kurz Kickls Kopf forderte und die FPÖ dem aber nicht zustimmte.

Bis jetzt ging es bei der ganzen Sache eigentlich nur um die politischen Konsequenzen. Es wurde zwar über das Zustandekommen des Videos gesprochen, aber nur kurz und eher nur am Rande. Jetzt heißt es allerdings schon, es müssten die Hintergründe restlos aufgeklärt werden. Das wird aber gar nicht so einfach sein und ob der politische Wille dafür wirklich vorhanden ist, darf bezweifelt werden. Der „Spiegel“, der gemeinsam mit der „Süddeutschen Zeitung“ das Strache- Video veröffentlichte, will den oder die Urheber jedenfalls nicht nennen, will die Quelle schützen. Dass der deutsche „Satiriker“ Böhmermann schon längere Zeit von dem Video wusste, ist ja bekannt. Aber auch er wird, falls er tatsächlich Einzelheiten über das Zustandekommen weiß, das bestreiten bzw. nichts sagen. Als möglicher Strippenzieher in der Sache wird auch Tal Silberstein genannt, der zur fraglichen Zeit im Jahr 2017 für die SPÖ, für Kanzler Kern, Wahlkampf machte inklusive „Dirty Campaigning“, wie nach der Verhaftung Silbersteins bekannt wurde. Ob er für diese Sache aber alleine fähig gewesen wäre, ist zu bezweifeln. Da wurde ja ein Riesenaufwand betrieben und die Sache zog sich über einen langen Zeitraum dahin. Man könnte aber auch beim deutschen „Zentrum für politische Schönheit“ einmal nachfragen oder bei Nikolaus Kern, dem Sohn des Ex- Kanzlers. Nikolaus war ja im Wahlkampf 2017 auch kein Feiner. Ein israelischer Fernsehreporter brachte jetzt sogar den israelischen Geheimdienst Mossad ins Spiel.

Die rechten Politiker nicht nur in der EU haben jedenfalls viele Gründe, auf der Hut zu sein. Irgendwie schaut es nämlich danach aus, dass zumindest EU- weit die rechten Parteien immer schärfer attackiert werden und auch konservative Parteien sich immer mehr einer globalen linken Ideologie annähern und dieser Gesinnungswandel wird vorangetrieben z. B. über die politische Korrektheit. Forciert soll ja beispielsweise eine positivere Einstellung gegenüber Migration in allen Varianten und mit allen Folgen werden, z. B. Flüchtlingspakt und Migrationspakt, ausgehend von der UNO und in direkter Weiterleitung über die EU auf die Nationalstaaten. Dagegen sträuben sich allerdings die rechten, die patriotischen Parteien. Und die sind in der EU angeblich auf dem Vormarsch und gefährden diese Pläne. Deswegen der zunehmende Kampf gegen die rechten Parteien in der EU und da ist vielleicht auch der Grund zu suchen, warum Strache diese Falle gestellt wurde; es soll der rechte Block innerhalb der EU geschwächt werden. Man weiß aber trotzdem immer noch nicht, wer die Initiatoren des Strache- Videos sind. Man kann nur davon ausgehen, dass es sich bei dem betriebenen Aufwand um mächtige und einflussreiche Kreise handeln muss und nicht um Stümper, Statisten und Hobby- Filmer. Und deswegen sollen Orban, Salvini und Co. auf der Hut sein; auch nach der EU- Wahl. Orban ist übrigens schon unter Beschuss.

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