Niki Lauda, der 3- fache Formel 1- Weltmeister, ist tot. Lauda, der zwei Nieren- und eine Lungentransplantation hinter sich hatte und bei einem Formel 1- Unfall am 1. August 76 am Nürburgring beinahe verbrannte, starb jetzt an Nierenversagen wegen der vielen Medikamente, die er nehmen musste. Nach seiner aktiven Rennfahrer- Karriere (er hatte es satt, „sinnlos im Kreis zu fahren“, wie er sagte) gründete er drei Fluglinien und verkaufte sie. Er saß auch selbst gerne am Steuer seiner Flieger. Er blieb bis zu seinem Tod aber der Formel 1 verbunden, gehörte zum Mercedes- Team.

In den Printmedien kommen jetzt seitenweise Freunde und Weggefährten des großen Niki Lauda zu Wort. Mir fällt aber, wenn ich den Namen Niki Lauda höre, ein Ereignis ein, von dem längst keine Rede mehr ist. Dieses Ereignis ist (war) der Große Preis der Niederlande, der im Juli 1973 in Zandvoort stattfand. Dort fuhr Roger Williams in der 8. Runde in die Leitplanke, überschlug sich, rutschte übet die Rennstrecke und begann zu brennen. Ein einziger der Rennfahrerkollegen hielt an, wollte helfen. Die Streckenposten halfen ihm nicht, alleine konnte er nichts machen und der nicht bewusstlose Williams verbrannte hilflos im Auto. Hilfswillige Zuschauer wurden von Polizisten daran gehindert, die Rennstrecke zu betreten. Und kurz nach dem Rennen beschwerte sich Lauda in einer Sportsendung im ORF, dass die hilfswilligen Zuschauer auf der Strecke das Rennen behinderten und zusätzlich durch Erde an den Schuhen die Strecke verschmutzten und das Rennen gefährlich machten. Er fuhr aber trotzdem, so wie alle anderen Fahrer auch, weiter. Das Rennen wurde ja nicht abgebrochen. Lauda fiel allerdings später wegen kaputter Benzinpumpe aus.

Ja, und etwa drei Jahre später war Lauda selbst in einem brennenden Formel 1- Boliden. Er wurde aber gerettet. Das ist es, was mir auch zu Niki Lauda einfällt.

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