Da gibt es die sogenannten Schulstreiks, besser bekannt als „Fridays for Future“, bei denen das Schulschwänzen als edle Tugend dargestellt und von Lehrern und sogar Schuldirektoren, das Gesetz missachtend, toleriert oder sogar unterstützt wird oder das Schulgesetz mit abenteuerlichen Argumenten umgangen wird. Und dann läuft, wie beim Schulstreik für´s Klima am vergangenen Freitag in Wien, dieses gehypte Spektakel aus dem Ruder. Nicht wegen der „Heiligen Greta vom Wetter“ aus Schweden, die mit ihrer Anwesenheit die Klima- Demo adelte und aufwertete, sondern wegen etwa hundert vermutlich enthirnter „Klima- Chaoten“, die bei einer nicht angemeldeten Demo ihre bösartigen, die Allgemeinheit betreffenden Spielchen wie zusätzliche Straßenblockaden und allerlei Gauklerstücke aufführten. Und als die Polizei einschritt, verweigerten die Mitglieder der hoffnungsvollen „Generation Zukunft“ eine Kooperation mit der Polizei; im Gegenteil. Sie weigerten sich, die Sitzblockade zu beenden. Sie weigerten sich, der Polizei ihre Identität bekannt zu geben. Sie provozierten und verhöhnten die Polizisten. Sie weigerten sich zum Teil auch mit körperlicher Gewalt dagegen, von Polizisten von der Straße weggetragen zu werden und es kam, wie es kommen musste. Widerstand gegen die Staatsgewalt bedingt in den meisten Fällen einen verstärkten Einsatz der Staatsgewalt, also der Polizei und einer der Widerstand leistenden Chaoten soll dabei von einem Polizisten verprügelt worden sein und ein Smartphone- Video ist ja schnell gemacht und es wurde auch in dem Fall eines gemacht und natürlich auch gleich ins Internet hochgeladen.

Jetzt wird beschuldigt und untersucht. Es geht um mutmaßliche Gewalt gegen einen Demonstranten durch einen oder auch mehrere Polizeibeamte. Warum heißt es eigentlich nicht, dass es um mutmaßlichen Widerstand gegen die Staatsgewalt ging, wobei zu Zwangsmitteln gegriffen werden musste? Das Geschrei der Politik ist unüberhörbar. Eine NEOS- Sprecherin forderte die umgehende Suspendierung des verdächtigen Beamten, es wird von Polizeigewalt gesprochen, von unangebrachter Härte. Nur; würde die Polizei nichts machen, ließe sie diese Chaoten gewähren, dann hätten wir Anarchie und die Leute würden schreien, warum die Polizei nichts macht. Und ich möchte nicht wissen, was sich abgespielt hätte, wären diese sogenannten Klima- Aktivisten nicht dem linken Spektrum, sondern dem rechten zuzuordnen gewesen oder gar, Gott bewahre, den Identitären. Da wäre der Teufel los gewesen, da hätte es Straßenschlachten gegeben, da wäre wohl ein Volksaufstand inszeniert worden. Ist aber ein linker Chaot ein mutmaßliches Opfer, hört man im Chor nur mehr „Polizeigewalt“.

Die MA 48 in Wien hat doch Fahrzeuge zur Straßenreinigung und die Polizei hat Wasserwerfer. Vielleicht sollte überlegt werden, in Zukunft mit diesen Fahrzeugen wieder für Ruhe und Ordnung auf den Straßen zu sorgen. Vorneweg mit dem Reinigungsfahrzeug und wenn das nicht hilft, dann hintennach mit dem Wasserwerfer. Der Spuk ist garantiert schnellstens vorbei, niemand wird angegriffen und die Straße ist sauber.

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