Nach „Ibiza- Gate“ mit allem Drum und Dran wie Rücktritt, Rausschmiss, Regierungssturz, provisorische Regierung, Entlassung, „Expertenregierung“, unmöglichen Bündnissen usw. und dann EU- Wahl folgte eine Klimademo aus der Reihe „Friday for Future“ mit einer Menge Chaoten als ungebetenen Überraschungsgästen. Und deren nicht angemeldete und vor allem unerwünschte Demo führte zu Folgen, die jetzt Justiz, Staatsanwaltschaft und Innenpolitik beschäftigen. Und die Medien. Es geht, vereinfacht gesagt, nach dem linken Strickmuster: Die Chaos- Demonstranten dürfen alles, die Polizisten dürfen nichts. Stimmt nicht ganz; sie dürfen sich provozieren lassen, anpöbeln lassen, beschimpfen lassen, verprügeln lassen. Und natürlich auch verdächtigen lassen. Davon, was die Chaoten machen, gibt es keine Smartphone- Videos, aufgenommen von Demonstranten und ins Netz gestellt. Solche Videos gibt es nur, wenn es danach ausschaut, dass Polizisten einen Chaoten, der sich der Festnahme nach Leibeskräften widersetzt, verprügeln. Und dann gibt es auch noch TV- Moderatorinnen, welche dumm- naiv fragen, ob man denn einem sich der Festnahme Widersetzenden nicht auf andere Art die Handschellen anlegen könne und ob das überhaupt sein müsse; das „arme Hascherl“ habe doch gar nichts getan. Die Straftat „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ ist der werten Dame wohl nicht bekannt bzw. sollte wohl nur bei Nicht- Linken zum Tragen kommen. Und wenn man sich diese Gruppe sogenannter „Aktivisten“ und das Rundherum anschaut, beginnt man spätestens jetzt einiges in einem anderen Licht zu sehen. Diese Chaotentruppe nennt sich anscheinend „Ende Geländewagen“, vielleicht ist es aber der Titel der Aktion. Sie haben so etwas wie ein Logo, in dem ein umgestürztes Auto dargestellt wird und daneben ist zu lesen: RADikal Autofrei. Radikal; hm. Und dass es sich beim „Overhead“ dieser Truppe bei der Demo in Wien um Deutsche handelt, ist sicher Zufall und es handelt sich bestimmt nicht um Demo- Touristen. Wenn es nach einigen Medien und verschiedenen Politikern (sollen Volksvertreter sein) geht, dann sollen Polizisten bei Demos linker oder linksradikaler Gruppen oder Organisationen höchstens Ordnerdienst machen und sonst nichts – oder noch besser bei der Demo gar nicht auftauchen. Bei Demos, die dem anderen politischen Spektrum zuzuordnen sind, sollen selbstverständlich Hundertschaften der Polizei mit richtig starker Hand durchgreifen und für linkes Recht und Ordnung sorgen, wenn möglich auch mit Hundestaffeln und zur Not sogar mit Kickls „Gaul- Reitern“, wie ein Journalist Kickl einmal nannte.

Es bleibt jetzt abzuwarten, ob der neue Innenminister seinen Beamten den Rücken stärkt oder ihnen in den Rücken fällt. Ob er klein beigibt und der Anarchie den Boden bereitet oder ob er sich für den Rechtsstaat stark macht.

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