Bei den Bemühungen zur Klimarettung wurden sehr ambitionierte Ziele bei der CO2- Reduktion festgelegt und auch zugesagt; Österreich ist da keine Ausnahme. Dass diese hochgesteckten Ziele notwendig sind, mag schon sein. Ob sie realistisch sind, ist wieder eine andere Sache. Als eines der Allheilmittel zur Rettung des Klimas wird jedenfalls die E- Mobilität angesehen, ein Antrieb per elektrischem Strom also für PKW´s, öffentliche Busse im Nahverkehr, Fahrräder und mittlerweile auch für Tretroller und diverse „Boards“ und, aber das ist noch Zukunftsmusik, auch für Busse, LKW´s und sogar Flugzeuge und Schiffe. Weil ein E- Motor ja nachweislich keine Schadstoffe ausstößt, kein klimaschädliches CO2. Somit hat die E- Mobilität der Klimaretter zu sein und Verbrennungsmotoren als CO2- Produzenten sind die Klimakiller und müssen verboten werden. So sagen es uns nicht nur die Grünen, sondern mittlerweile fast alle Parteien. Dass Bäume CO2 für die Fotosynthese benötigen, für das Wachstum, und Sauerstoff abgeben, wird nicht so oft und so intensiv erwähnt. Bäume kommen aber mit dem natürlich vorkommenden CO2 aus, die sind auf das bisschen vom Menschen erzeugte CO2 nicht angewiesen.

Die Klimarettung, zu der auch die sogenannte Energiewende gehört, ist zur modernen Ersatzreligion geworden und der Handel mit CO2- Zertifikaten ist der moderne Ablasshandel. Mit der Energiewende soll ja Strom nur mehr mit Wasser, Wind und Sonne erzeugt werden. Und natürlich mit Atomkraftwerken wie z. B. in Frankreich oder Tschechien oder Slowenien oder sonst wo. Und da und dort auch mit großen Dieselgeneratoren, aber die sieht und hört man selten. Die Stromquellen aus Wind und Sonne haben aber auch Tücken. Einmal zu viel und ein andermal zu wenig. Und mit dem zu viel produzierten Strom weiß man momentan anscheinend nichts anzufangen. Dabei hat Dr. Woltron im Artikel: „Gretas Weg zum Wasserstoff“ darauf hingewiesen, dass dieser Strom die Möglichkeit bieten würde, mittels Elektrolyse Wasserstoff aus Wasser zu erzeugen, als schadstofffreien Ersatz für Diesel und Benzin. Allerdings bräuchte es dafür die notwendige Infrastruktur wie Produktionsanlagen, Transportmöglichkeiten, Tankstellen. Und naürlich für Wasserstoffantrieb ausgelegte Fahrzeuge. Als kurzfristig realisierbare Übergangslösung zur Abkehr von Benzin und Diesel wäre auch Flüssiggas oder Erdgas eine brauchbare Variante, die ja in einigen Ländern seit Jahrzehnten problemlos funktioniert.

Und es braucht Alternativen zum Stromantrieb, denn die E- Mobilität ist nämlich unter Fachleuten sehr umstritten, obwohl sie politisch hochgejubelt wird und es fast einem Sakrileg gleichkommt, Kritik daran zu üben. Es gab aber schon mehrmals Studien, die an der E- Mobilität nichts klimafreundliches finden konnten. Vor nicht einmal zwei Monaten berichtete z. B. „welt.de“ über eine solche Studie vom Münchner Ifo- Institut und da heißt es gleich zu Beginn des Artikels: „E- Autos klimaschädlicher als Diesel“. Im Text heißt es dann: „Das Elektroauto kann das Klima nicht retten. Im ungünstigsten Fall erhöhen sie sogar den CO2- Ausstoß.“ Nämlich bis zu 28 Prozent mehr als ein Dieselauto. Ein Mercedes- Dieselauto kam inklusive der Emissionen von Raffinerie und Transport auf 141 Gramm pro Kilometer CO2 und ein Tesla E- Auto kam durch die Herstellung des 75 KWh großen Akkus und die Gewinnung des Fahrstromes laut Strommix auf 156 bis sogar 181 Gramm pro Kilometer CO2. Ein anderer Artikel schlägt in die selbe Kerbe.

Ist die Behauptung, das E- Auto sei emissionsfrei, noch eine Täuschung oder schon eine dreiste Lüge? Angebracht wäre also ein Umstieg auf Wasserstoff, Erdgas, Flüssiggas, Methan etc. Angebracht wäre aber auch Ehrlichkeit bei dieser Frage.

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