Jetzt wurde der „Digital News Report 2019“ für Österreich (DNR 2019- Österreich anklicken und los geht´s) veröffentlicht; eine Monsterumfrage mit einem Umfang von 116 Seiten: In Österreich wurden dazu etwas mehr als 2000 Personen befragt. Und abgefragt wurde fast alles. Von Geschlecht, Alter, Region über Haushaltseinkommen, Bildungsgrad bis hin zu Nachrichtenquellen, das Vertrauen in Nachrichten, Nachrichtennutzung und alles wieder nach Alter und auch Geschlecht unterteilt – aber eine Schande! Nur weiblich und männlich. Was werden da wohl die Gender- Kreuzritterinnen dazu sagen? Und das Ganze kreuz und quer hinterfragt unter Einbeziehung des Alters, des Geschlechts, des Bildungsgrades, des Einkommens, der politischen Einstellung etc. Bei den „Nachrichtenquellen Offline“ liegt übrigens die „Krone“ hinter ORF 2 und ORF 1 an 3. Stelle, bei den „Nachrichtenquellen Online“ ist „krone.at“ sogar auf dem 2. Platz hinter orf.at.

Interessant ist auf jeden Fall Punkt 6 des Reports – Politik und Information. Da geht es gleich zu Beginn um das Thema: Bedrohung durch Zuwanderung. Es gibt dazu eine Grafik mit 7 Balken für die politische Einstellung, von links außen bis rechts außen und mit Unterteilung nach „Zustimmung“, „Weder noch“ und „Verneinung“ und dann die Auflistung der Nachrichtenquellen mit den jeweiligen Ergebnissen. Wirklich auffällig ist dabei die Unterteilung der Nachrichtenquellen in Boulevardmedien, deren Leser die Zuwanderung eher als Bedrohung sehen und Qualitätsmedien, deren Leser die Zuwanderung nicht als Bedrohung sehen. Im Durchschnitt wird bei der ersten Gruppe, bei den Nutzern der als Boulevardmedien bezeichneten Quellen, von 55,7 Prozent der Befragten die Zuwanderung als Bedrohung der nationalen Kultur wahrgenommen. Bei der zweiten Gruppe, bei den Nutzern der als „Qualitätsmedien“ bezeichneten Quellen, wird die Zuwanderung nur von durchschnittlich 25,3 Prozent nicht als Bedrohung der nationalen Kultur wahrgenommen.

Ja, und beachtliche 66 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich Politiker nicht für die Anliegen der Bevölkerung interessieren. Bei dieser Frage dürften die Leute nicht weit daneben liegen. Und bei der Frage zur Zuwanderung scheint die Vernunft wieder die Oberhand zu gewinnen. Aber leider gibt es dazu die Meinung, dass sich Politiker nicht für die Anliegen der Bevölkerung interessieren.

Werbeanzeigen