Die Artikel von Dr. Woltron in der sonntäglichen „Krone Bunt“ sind ein absoluter Höhepunkt in der Kunst des Schreibens und an verständlich gebrachter Information. Der Artikel vom 30. Juni mit dem Titel „Europas Falschmünzer“, in dem die Praktiken der EU- Politiker im Allgemeinen und die Vorgangsweise der EZB im Besonderen geschildert wurden, war trotz des bekannt hohen Niveaus der Woltron- Artikel noch einmal einsame Spitze und wäre der Hintergrund nicht dermaßen ernüchternd, deprimierend und die brutale Wirklichkeit offenbarend, möchte man sich vor Begeisterung die Hände wund klatschen. So aber reicht es nur zu einem resignierenden „er hat mit jedem Wort recht; leider. Und wahrscheinlich ist es, wenn es wirklich drauf ankommt, noch schlimmer als jetzt beschrieben und befürchtet“.

Die Bürger der Eurozone sind tatsächlich einem „Trio Infernal“ ausgeliefert. Da sind einmal die paar Leute rund um die EZB, welche die monetäre Vorgangsweise in der Eurozone bestimmen. Da ist die EU- Kommission, die diese räuberische und erpresserische Vorgangsweise absegnet und den Bürgern der Eurozone als „alternativlos“ verkauft und da sind dann noch die Regierungen der Eurostaaten, welche diese schäbige und charakterlose Plünderung der Bevölkerung zulassen; zum Wohle der Wirtschaft. Und die kleinen Sparer werden Jahr für Jahr um Milliarden geplündert und die nördlichen Euroländer haben für die Schulden der südlichen Euroländer gerade zu stehen.

Man kann jene EU- Staaten, welche teils von Anfang an, teils von einem späteren Zeitpunkt an, als sie angeblich die Beitrittskriterien erfüllt hätten, klar und deutlich „Nein“ zum Euro sagten, nur beneiden ob so viel Rückgrat. Der von Bankern, Politikern und gewöhnlichen Euro- Bejublern immer wieder ins Treffen geführte Vorteil der gemeinsamen Währung, bei Reisen in Euro- Länder nicht mehr Geld wechseln zu müssen, deshalb auch keine Wechselgebühren mehr bezahlen zu müssen und somit keine finanziellen Verluste zu erleiden und nicht mehr mühsam vergleichen zu müssen, ob irgendwas im jeweiligen Land teurer oder billiger als bei uns ist, ist ein sehr bescheidener Vorteil. Und zu den sogenannten „Sicherheiten“, welche von der EZB akzeptiert werden, ein absolutes Kuriosum: Portugiesische Staatsanleihen, welche in den Kriegsjahren bis 1943 ausgegeben wurden und ursprünglich eine Laufzeit bis Ende des Jahres 9999 – ja, richtig gelesen, 9999 – hatten, wurden reduziert auf Ende des Jahres 2199 und als Sicherheit akzeptiert. Die Auflistung der Anleihe mit der Laufzeit bis Ende 9999 samt Wertpapier- Nummer ist übrigens im Internet nur mehr schwer aufzufinden.

Und wer sich die Mühe macht, die EZB- Giftmüll- Liste „durchzuackern“, wird überrascht sein, was sich dort alles findet.

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